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Die Marine im Bündnis

Kooperatives, multinationales Handeln ist Voraussetzung für nationale Sicherheitsvorsorge. Die Marine ist fest in ein System internationaler Bündnisse integriert.

Die Deutsche Marine im Bündnis
Die Deutsche Marine im Bündnis (Quelle: © 2009 Bundeswehr / Presse- und Informationszentrum Marine)Größere Abbildung anzeigen

Sie beteiligt sich an einer gemeinsamen internationalen Kraftanstrengung, die auf der Zusammenarbeit mit Freunden und Partnern und auf das Zusammenspiel in den Bündnissen bzw. auf die aktive Mitwirkung in den Organisationen beruht.

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Deutsche Fregatte SCHLESWIG-HOLSTEIN in Limassol
Bugansicht Fregatte SCHLESWIG-HOLSTEIN (Quelle: © 2009 Bundeswehr / Pressestelle Limassol)Größere Abbildung anzeigen

Vereinte Nationen - VN

Den ersten maritimen Einsatz der Vereinten Nationen (VN), UNIFIL, führt die Deutsche Marine. Sie und ihre Bündnispartner setzen die Seeraumüberwachung vor der Küste des Libanon durch. Rund 240 Marinesoldaten unterstützen vor Ort die libanesische Regierung bei ihrem Kampf gegen die illegale Einfuhr von Waffen.

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Eine italiensche BRÉGUET ATLANTIC ist ebenfalls auf dem FLugplatz in Nordholz vertreten.
Italienische BRÉGUET 1150 ATLANTIC (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Nils Loock)Größere Abbildung anzeigen

Europäische Union - EU

Die von der Europäischen Union (EU) geführten EU-Battlegroups, leichte und hochmobile Gefechtsverbände für die Krisenreaktion, werden von der Deutschen Marine unterstützt. Battlegroups sollen zur Krisenbewältigung weltweit, schnell und im gesamten Spektrum von Evakuierungsoperationen über Konfliktprävention, Unterstützung humanitärer Operationen und Stabilisierungsoperationen bis hin zur Trennung von Konfliktparteien eingesetzt werden können.

Bereits das EU-Manöver EUROPEAN CHALLANGE im Jahr 2005 ist ein Beispiel für die Zusammenarbeit der Deutschen Marine mit der Europäischen Union.

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Die Fregatte BRANDENBURG führt mit dem Einsatzgruppenversorger FRANKFURT AM MAIN ein Versorgungs-Manöver durch. Begleitet werden sie von der Fregatte NIEDERSACHSEN.
Unterwegs auf hoher See (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Ricarda Schönbrodt )Größere Abbildung anzeigen

North Atlantic Treaty Organisation - NATO

Mit der Gründung der Bundeswehr am 12. November 1955 lag bereits ein umfangreiches Konzept für einen deutschen Marinebeitrag zur Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) vor, der sich später zum deutschen Beitrag als NATO-Mitglied wandelte.

Bereits im April 1957 konnte die Deutsche Marine als erste Teilstreitkraft der Bundeswehr der NATO ausgebildete Verbände unterstellen. Als einzige Nation im Bündnissystem der NATO ist Deutschland in allen vier ständigen maritimen Verbänden vertreten. Die Operationen ACTIVE ENDEAVOUR im Mittelmeerraum, vorrangig in der Straße von Gibraltar sowie ENDURING FREEDOM am Horn von Afrika laufen unter der Führung der NATO. Diese Einsätze demonstrieren die gemeinsame Entschlossenheit zur Entdeckung und Abschreckung terroristischer Aktivitäten.

Zudem werden vor allem für die Einsatzbereitschaft, aber auch für die Kooperation untereinander, verschiedene Manöver mit Bündnispartnern der NATO durchgeführt. Die Manöver NOBLE MARINER und BRILLIANT MARINER stellen nur einen Bruchteil der multinationalen Ausbildungsaktivitäten der NATO dar.

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Kooperation mit Nicht-NATO-Staaten

Mit dem Ziel der Vertrauensbildung und engerer, umfassender politischer Zusammenarbeit mit mittel- und osteuropäischen Staaten wurde in Brüssel am 10. Januar 1994 das NATO-Projekt „Partnership for Peace“ (PfP) auf den Weg gebracht. Es handelt sich dabei um ein bilaterales Kooperationsprogramm zwischen einzelnen Partnerstaaten und der NATO.

Die Ziele von PfP sind die Förderung der Transparenz nationaler Verteidigungsplanung, die Gewährleistung demokratischer Kontrolle über Streitkräfte, die Fähigkeit zu gemeinsamen VN-/OSZE-Operationen, die gemeinsame Planung, Ausbildung und Übung für Friedenserhaltung, Search and Rescue, humanitäre Operationen usw. sowie die Konsultation bei Bedrohung eines PfP-Partners.

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Bundeswehrsoldaten der UNIFIL-Mission stehen in Formation. Ein Soldat hält die Flagge der Vereinten Nationen.
Weiter für die VN im Einsatz: deutsche UNIFIL-Soldaten (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Bergmann)Größere Abbildung anzeigen

Partner der Marine

Die Deutsche Marine stellt für die Auslandseinsätze UNIFIL, OEF und für die Standing NATO Groups sechs bis sieben Prozent seiner gesamten Truppenstärke zur Verfügung. Feste Freundschaft und enge Zusammenarbeit mit den Verbündeten ist einer der Schwerpunkte der Deutschen Marine. In Kooperation wird der Frieden erhalten und die Freiheit gesichert.

Die Bündnisse bleiben die Grundlage deutscher Sicherheitsvorsorge. Die NATO, die EU und ebenso die VN sind Garanten für die internationale Sicherheit und Stabilität. Vertiefung und Erweiterung dieser Beziehungen sind notwendig, um Krisen wirkungsvoll vorzubeugen, Konflikte einzudämmen und zu beenden.

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Inspekteur der Marine Vizeadmiral Axel Schimpf.
Vizeadmiral Axel Schimpf (Quelle: © 2010 Bundeswehr / PIZ Marine)Größere Abbildung anzeigen

Deutsche Admirale international

1984 übernimmt zum ersten Mal ein Deutscher Offizier, Kapitän zur See Klaus D. Schwabe, das Kommando über die STANDING NAVAL FORCE ATLANTIC, der heutigen Standing NATO Maritime Group 1. Seitdem haben viele andere deutsche Admirale, vor allem in der NATO, wichtige Posten übernommen.

Admirale der Deutschen Marine übernehmen nicht nur Aufgaben im Inland. Viele von ihnen haben im Verlauf ihrer militärischen Karriere zumeist für einige Jahre bei der NATO oder den Vereinten Nationen gearbeitet.

So war der heutige Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf, von 1997 bis 2000 auf dem Posten als Koordinator für Streitkräfteplanung im International Military Staff, Plans and Policy Division in Brüssel bei der NATO tätig.

Der stellvertretende Inspekteur der Marine, Konteradmiral Heinrich Lange, absolvierte sein Studium im Bereich "Operational Research" in Monterey (USA).

Fast jeder Admiral der Deutschen Marine hat innerhalb einer Bündnisorganisation wie der NATO, EU oder VN gearbeitet. Internationale Zusammenarbeit ist bei der Deutschen Marine nicht weg zu denken.

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Stand vom: 06.07.2010 | Autor:

http://www.marine.de/portal/a/marine/ueberuns/diedeuts/buendnis