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Die Ausbildung zum Minentaucher

In den unterschiedlichen Lehrabschnitten wird man zum Tauchspezialisten, Kampfmittelbeseitiger und zum Führer von Kraftfahrzeugen und Booten ausgebildet.

Minentaucher trainieren mit mit Ihrem Ausbilder das Tauchen mit den Tauchgeräten
Minentaucher bei der Tauchausbildung (Quelle: © Bundeswehr 2008 / Ann-Kathrin Fischer)Größere Abbildung anzeigen

Minentauchermaat

Zu Beginn des Werdegangs der angehenden Minentauchermaate steht eine dreimonatige Grundausbildung im Marinesicherungsdienst, gefolgt von einem zweimonatigen Unteroffizierlehrgang (Maatenlehrgang) an der Marineunteroffizierschule in Plön. In Neustadt setzt sich die Ausbildung mit dem Schwimmtaucherlehrgang (acht Wochen) und in Eckernförde mit einem Auswahllehrgang für Minentaucheranwärter (sechs Wochen) fort. Im Anschluss wird eine fünfwöchige Minentauchervorausbildung, ebenfalls in Eckernförde durchgeführt.

Bevor der erste Teil der Minentauchereinsatzausbildung in Eckernförde beginnt, findet eine dreiwöchige Ausbildung zum Kraftbootführer statt. In Eckernförde erlernen die Minentauchermaatenanwärter die Grundzüge von Minentauchereinsätzen und werden zum Führen von Kraftbooten berechtigt. Danach folgt, wieder in Neustadt, im Rahmen der Schiffsicherung eine fünf Tage dauernde Schulung zum Truppführer.

Anschließend durchlaufen die Soldaten die Ausbildung zum "Sprenghelfer der Marine mit Taucheinsatz". Dieser Lehrgang befasst sich mit der Verwendung von Sprengstoffen für Taucher. Den Abschluss bildet der vierwöchige zweite Teil der Minentauchereinsatzausbildung, der wie der Sprenghelferlehrgang ebenfalls in Eckernförde stattfindet. Somit ergibt sich eine Gesamtausbildungszeit von knapp 15 Monaten.

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Die Minentaucher untersuchen einen Versorgungskanal
Die Minentaucher untersuchen einen Versorgungskanal (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Nach erfolgreicher Ausbildung

Nach erfolgreicher Beendigung der gesamten Ausbildung wird der Minentauchermaat an Bord eines Minenjagdbootes oder in der Minentaucherkompanie eingesetzt.

Voraussetzung zur Ausbildung zum Minentauchermaat ist eine Restdienstzeit von mindestens vier Jahren nach absolvierter Ausbildung.

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Minentaucher beim Geländelauf (Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine)

Minentaucherbootsmann

Zu Beginn durchlaufen die angehenden Anwärter zum Minentaucherbootsmann eine dreimonatige allgemeine Grundausbildung an der Marineunteroffizierschule in Plön sowie ein dreimonatiges Praktikum. Danach folgen der Schwimmtaucherlehrgang (acht Wochen), der Auswahllehrgang für Minentaucheranwärter (sechs Wochen) und die Minentauchervorausbildung in Eckernförde (fünf Wochen).

Bevor die Soldaten ebenfalls in Eckernförde den ersten Teil der Minentauchereinsatzausbildung absolvieren, steht der dreiwöchige Lehrgang zum Erwerb des Kraftbootführerscheins. Während dieser Abschnitte erlernen die Minentaucherbootsmannanwärter die Grundzüge von Minentauchereinsätzen und werden zum Führen von Kraftbooten berechtigt. Der "Sprenghelfer der Marine mit Taucheinsatz" ist das sich anschließende Modul der Ausbildung. Dieser Lehrgang befasst sich mit der Verwendung von Sprengstoffen für Taucher. Mit dem Bestehen des zweiten Teils der Minentauchereinsatzausbildung, der einen Monat dauert, verlassen die Soldaten Eckernförde.

Die weiterführenden Lehrgänge finden an verschiedenen Standorten statt. Darunter die sechswöchige Fahrausbildung BCE (LKW), die Schulung zum Leiter am Einsatzort (drei Wochen) in Neustadt, der viermonatige Bootsmannslehrgang in Plön sowie ein Englisch-Lehrgang, der drei Monate dauert. Danach absolvieren die Soldaten ein Praktikum für die Dauer von vier Monaten auf einem Dienstposten als Minentauchermaat. Es schließen sich der Fachkundelehrgang für Minentaucherunteroffiziere Teil A (zwei Monate) und B (neun Monate) sowie eine vierwöchige Ausbildung „Fachenglisch für Fachkunde Munition“ in Kaufbeuren an. Im letzten Ausbildungsabschnitt zum Minnentaucherbootsmann sind vier weitere Lehrgänge / Ausbildungen zu absolvieren:

  • Kampfmittelbeseitigungsfeldwebel Streitkräfte in Sonthofen (vier Monate)
  • Minentaucher militärfachliche Ausbildung Bootsmann Teil 1 (vier Monate)
  • Minentaucher militärfachliche Ausbildung Bootsmann Teil 2 (vier Monate)
  • Inübunghaltung zum Minentaucher (vier Wochen)

Nach Bestehen aller Lehrgänge folgt der Einsatz als Minentaucherbootsmann an Bord eines Minenjagdbootes oder in der Minentaucherkompanie.

Zur Erfüllung des jeweiligen Einsatzauftrages müssen weitere Sonderlehrgänge besucht werden:

  • Beseitigung unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen (IEDD);
  • Fallschirmspringer;
  • Einzelkämpfer;
  • Helmtaucher (staatlich geprüfter Taucher).

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Weitere Ausbildungsmöglichkeiten

Eine weitere Ausbildungsmöglichkeit ist die Laufbahn zum Minentaucheroffizier. Dazu muss die entsprechende Offizierlaufbahn absolviert werden. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium bei der Bundeswehr kann sich der Bewerber dann für die Minentauchertätigkeit bewerben. Wenn eine positiv verlaufende Eignungsfeststellung vorliegt, beginnt die Minentaucherausbildung. Diese verläuft analog zur Ausbildung der Minentaucherbootsmänner.

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Stand vom: 21.07.2009 | Autor:

http://www.marine.de/portal/a/marine/karriere/speziell/minentau/ausbildu