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„Kurs liegt an…“. Tradition und Innovation an der Marineschule Mürwik
Umgestaltung der Aula erst nach Inkrafttreten des neuen Traditionserlasses

Flensburg, 13.05.2017.

Die Innere Führung war seit Anbeginn der Bundeswehr ihr „festes Wertefundament“, wie Verteidigungsministerin von der Leyen in ihrem Tagesbefehl vom 10. Mai verlauten ließ. Diese Werte gelte es zu wahren und weiterzugeben. Dazu soll der Traditionserlass von 1982 überarbeitet werden. Der neue Erlass soll noch mehr Handlungssicherheit geben und „die eigene über 60-jährige erfolgreiche Geschichte stärker zu unserem Bezugspunkt“ machen, so die Ministerin weiter. Auch der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, forderte der 60-jährigen Erfolgsgeschichte der Deutschen Marine endlich ihren sichtbaren und prominenten Platz in der Aula der Marineschule Mürwik (MSM) zu geben, damit die Geschichte ihre Fortschreibung findet: „Ganz in diesem Sinne habe ich entschieden, die Aula der Marineschule Mürwik umzugestalten.“ Dazu müsse allerdings der neue Traditionserlass erst einmal vorliegen.

Die Marineschule Mürwik in der Frontansicht.
Die Marineschule Mürwik (Quelle: Bundeswehr / Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Alle Büsten - von Admiral Bromme über Korvettenkapitän Kranzfelder bis hin zu Admiral Wellershoff - werden deswegen bis zum Inkrafttreten des neuen Traditionserlasses aus der Aula entfernt.

Die weitere Gestaltung der Aula ruht zunächst und wird im Lichte des neuen Traditionserlasses fortgesetzt. „Nirgendwo sonst in unserer Marine treffen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft so nachdrücklich aufeinander“ wie in der Aula der MSM. Mit diesen Worten wandte sich Vizeadmiral Krause zum Abschluss seiner Ansprache auf der 55. Historisch-Taktische Tagung der Marine (HiTaTa), im Januar 2015, an das Auditorium. Die Zukunft, das sind die jungen Offiziersanwärter, die Gegenwart repräsentieren die aktiven Offiziere der MSM während die Aula selbst für die Vergangenheit steht. „Die Aula darf in ihrer Aussagekraft nicht in der Vergangenheit stehen bleiben, wenn wir unseren Offiziersnachwuchs im Sinne der Inneren Führung erziehen und ausbilden wollen – und das wollen wir!“, sagte der Inspekteur vergangenen Donnerstag. Traditionen in das Konzept der Inneren Führung einzubetten, auch darum gehe es bei der Überprüfung des Traditionserlasses und der Umgestaltung der Aula: „Wer die Zukunft gestalten will, sollte sich der eigenen Geschichte bewusst sein.“

Die Geschichte der bundesdeutschen Marine hielt im 60. Jahr ihres Bestehens Einzug in die Aula. Zuvor blickten die Besucher noch auf ein Gemälde der Skagerrak-Schlacht von 1916 und auf Gedenktafeln für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Mit der Drehung der Bestuhlung um 180° blicken die Zuhörer nunmehr auf ein Gemälde des Aushängeschildes der Marine: die „Gorch Fock“. Begleitet vom Schriftzug Einigkeit, Recht und Freiheit steht sie für die neue Marine und für den demokratischen Aufbauprozess und sechs Jahrzehnte Nachkriegsgeschichte. „Mit der Vergangenheit im Rücken blicken wir nach vorn“, konnte somit Vizeadmiral Kraus ein Jahr später, diesmal auf der 56. HiTaTa im Januar 2016, den zeitgemäßen Charakter der Aula beschreiben.

Die Aula bekommt ein neues Erscheinungsbild.
Die Aula bekommt ein neues Erscheinungsbild (Quelle: 2016 Bundeswehr / Tim Gabrys)Größere Abbildung anzeigen

Denn die Marine von heute steht für ein breites Aufgabenspektrum, das von Bündnissolidarität und multinationalen Einsätzen geprägt ist. Für die blaue Teilstreitkraft ist das nichts Neues, denn von Beginn an war sie eine Bündnismarine. Diese neuere Marinegeschichte gehört in die Aula der Marineschule. Das Gemälde eines multinationalen Einsatzverbandes soll deshalb das Ensemble abrunden und zur gegebenen Zeit der Öffentlichkeit vorgestellt werden.


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Stand vom: 20.11.17 | Autor: 


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