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Hi-Tech in der Uboot-Ausbildung

Eckernförde, 10.08.2017.
Anfang August erhielt das „Ausbildungszentrum Uboote“ in Eckernförde eine der weltweit modernsten Sonar-Trainingseinrichtungen. Damit hat das AZU sein Angebot für nationale und internationale Lehrgangsteilnehmer auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Zwei Männer halten gemeinsam eine Trophähe und neben ihnen steht eine lächelnde Frau.

Übergabe des Geschenkes (Quelle: 2017 Bundeswehr / 1. Ubootgeschwader)Größere Abbildung anzeigen

Die Ausrüstung der mit Sonar ausgestatteten Schiffe und Luftfahrzeuge der Deutschen Marine, besonders die der Uboote der Klasse 212A, mit akustischen Sensoren, ist auf dem Stand modernster Technik. Im Ausbildungszentrum Uboote (AZU), das zum 1. Ubootgeschwader gehört, wurde nun ein neuer so genannter Passiv-Sonar-Trainer eingerichtet. Der neue Trainer soll den heutigen hohen nationalen und internationalen Anforderungen an das Sonarpersonal gerecht werden und eine qualitativ hochwertige Ausbildung ermöglichen.

Sonar ist ein Verfahren zur Ortung von Gegenständen unter Wasser. Dabei werden Schallimpulse versendet und deren Echos empfangen. Gewissermaßen ist Sonar Auge und Ohr unter Wasser für Uboote und Uboot-Jäger. Sonar-Sensoren können zum Beispiel spezielle Antennen oder Bojen sein. Sie werden zur Aufklärung des Seegebiets benötigt, um ein Lagebild aufzubauen und um Zieldaten zu gewinnen. Beim passiven Sonar werden lediglich von Objekten abgegebene Signale und Geräusche empfangen und können ausgewertet werden.

Realitätsnahes Training für besonders hohe Ansprüche

Ein Unterrichtsraum für Sonaranlagen, auf jedem Tisch stehen doppelte Monitore und zwei Beamer werfen eine Darstellung an die Wand.

Unterrichtsraum Passiv Sonar Trainer (Quelle: 2017 Bundeswehr / 1. Ubootgeschwader)Größere Abbildung anzeigen

Die koordinierte Zusammenarbeit zwischen dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung (BAAINBw), der Firma Rheinmetall Electronics (RME) und dem AZU hat eine zukunftstaugliche Ausbildungsausstattung ermöglicht, die die Fähigkeit besitzt, komplexe und einsatzorientierte Lagen unter Berücksichtigung moderner Sonarsensoren zu simulieren.

Dieses realitätsnahe Training ist für die auszubildenden Bediener von großer Bedeutung. Denn es sind ihre gewonnenen Analyseergebnisse, die für die operative Entscheidungsfindung der jeweiligen Schiffsführung von entscheidender Bedeutung sind. Zuvor werden die erhobenen Daten vor ihrer Nutzung durch das Sonarpersonal interpretiert. Die Analyseergebnisse, die Klassifizierung und die Identifizierung sind dabei stark vom Ausbildungs- und Erfahrungstand des Sonaroperators abhängig.

Mit dem neuen Passiv-Sonar-Trainer besteht nun die Möglichkeit, die Bediener noch besser auf die Herausforderungen ihrer anspruchsvollen Tätigkeit vorzubereiten. Und die Ausbilder vor Ort können sich über die modernen Trainingsmöglichkeiten freuen, die sie nationalen und auch internationalen Lehrgangsteilnehmern von nun an bieten können.


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Stand vom: 14.08.17 | Autor: 


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