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Die Stimmen auf der anderen Seite kennenlernen

Wilhelmshaven, 04.12.2017.
Oft hat man von der Brücke aus miteinander gefunkt, sich an- und abgemeldet und eine gute Reise gewünscht. Um die Wegbegleiter und deren Arbeitsstätte kennenzulernen, besuchte das Brückenpersonal des EGV „Bonn“ das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Wilhelmshaven.

Mehrere Soldaten stehen vor einem rötlichen Gebäude und lächeln. Hinter ihnen ist ein metalisches Schild zu sehen, auf derm Verkehrszentrale steht.

Das Brückenpersonal der „Bonn“ zu Besuch bei der Verkehrszentrale in Wilhelmshaven (Quelle: 2017 Bundeswehr / Janine Pape)Größere Abbildung anzeigen

Da der Einsatzgruppenversorger „Bonn“ aktuell für eine planmäßige Instandsetzung in der Werft in Hamburg liegt, nutzt die Besatzung die Zeit an Land für Weiterbildungen. Das umfasst Unterstützung anderer Einheiten wie der „Hessen“ oder der „Mecklenburg-Vorpommern“, aber auch Lehrgänge, wie Sanitätslehrgänge, Sportlehrgänge und Atemschutzgeräteträgerausbildung. Natürlich ist auch die fachliche Weiterbildung ein fester Bestandteil. So besuchten einige Soldaten die Verkehrszentrale des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) in Wilhelmshaven.

Die Verkehrszentrale – Der Ort, wo nautische Informationen zusammenlaufen

Die Verkehrszentrale Wilhelmshaven ist zuständig für die Seegebiete Jade und Deutsche Bucht, also dem Heimatrevier der „Bonn“. Damit obliegt dem WSA die Unterhaltung dieser Seegebiete, beispielsweise die Wartung der Seezeichen wie Tonnen (auch bekannt als Boje), Leuchttürme und Schleusen. Ebenso sind die Verkehrszentralen zuständig für die Sicherheit und den reibungslosen Ablauf des Verkehrs sowie die Verhütung von Gefahren wie Unfällen und Umweltverschmutzungen. Um das zu erreichen, kommunizieren sie per Funk mit allen Schiffen, die sich in diesem Verkehrsgebiet befinden. Diese melden sich an und ab und werden mit Informationen zu Wetter, Verkehrssituation und nautischen Warnnachrichten versorgt.

Wir haben hier fast 100.000 Schiffsbewegungen pro Jahr.“, berichtet Kapitän Dietmar Szech, Leiter der Verkehrszentrale. Daher „kennen“ sich die „Bonn“ und die Mitarbeiter der Verkehrszentrale sozusagen. Man hat schon oft über die jeweiligen Kanäle miteinander gefunkt. Die Navigationsmeister melden die „Bonn“ regelmäßig bei Jade Traffic an, wenn die „Bonn“ in See sticht. „Die Verkehrszentrale begleitet uns bis wir irgendwann die Deutsche Bucht verlassen, dann wünscht German Bight Traffic eine gute Reise und man spricht sich wieder wenn man einläuft.“, berichtet Oberbootsmann Roger von Kielpinski, II. Navigationsmeister der „Bonn“.

Den Horizont erweitern

Ein Marinesoldat schaut auf einen Computerbildschirm. Im Hintergrund sind noch mehr Bildschirme zu sehen, welche etwas Graphisches darstellen.

Oberbootsmann Roger von Kielpinski betrachtet die Schiffsbewegungen in der Jade von der anderen Seite (Quelle: 2017 Bundeswehr / Janine Pape)Größere Abbildung anzeigen

Bei dem Besuch konnte sich die Brückenbesatzung der „Bonn“ hautnah einen Einblick des technischen Arbeitsplatzes verschaffen. Das Team der Verkehrszentrale sitzt an fünf hochmodernen Arbeitsplätzen mit 57 Bildschirmen und Radargeräten, wo alle Informationen zusammenlaufen. Von hier steuern je ein Nautiker vom Dienst und ein Nautischer Assistent alles, was auf der Jade und Deutschen Bucht passiert. Das Team der Verkehrszentrale besteht insgesamt aus 31 Personen, die im Drei-Schicht-System die lückenlöse Überwachung der Nordseegewässer sicherstellen. „Es war interessant zu sehen, wie ähnlich und doch anders der Arbeitsplatz hier ist.“, erzählt Obergefreiter Kim-Cosima Ellerbracke.

Für die „Bonn“ gab es neben der Besichtigung auch einen informativen Vortrag über die Aufgaben des WSA. Im persönlichen Gespräch mit den Nautikern konnten Fragen gestellt werden, die man sich immer schon gefragt hat, wenn man über Funk miteinander gesprochen hat. Auch das Angebot für einen Gegenbesuch an Bord ist ausgesprochen, sodass sich die WSA-Mitarbeiter ebenso die Arbeitsplätze ihrer grauen Gesprächspartner ansehen können.


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Stand vom: 04.12.17 | Autor: 


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