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„Mortui viventes obligant“ – Die Toten verpflichten die Lebenden

Wilhelmshaven, 06.12.2017.

Krieg - Er kann, und hat in dieser Welt schon viel Leid angerichtet. 45 Staaten beherbergen 800 Kriegsgräberstätten, in denen 2,5 Millionen deutsche Kriegstote ruhen. Die blaue Blüte des Vergissmeinnichts ist das Symbol zur Erinnerung an die gefallenen Soldaten und Opfer beider Weltkriege. Damit diese Gräber gepflegt werden können, wurden in Wilhelmshaven fleißig Spendengelder gesammelt.

Zehn Menschen stehen nebeneinander und gucken in die Kamera für ein gemeinsames Gruppenbild.
„Eine Frage der Ehre“ - Gruppenbild der Sammler (Quelle: 2017 Bundeswehr / Kim Brakensiek/Presse- und Informationszentrum Marine)Größere Abbildung anzeigen

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. erfasst, erhält und pflegt diese Gräber über Generationen und Grenzen hinweg. Sie erinnern damit an die Folgen von Gewalt und Krieg. Freiwillig und ehrenamtlich setzen sich aktive Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, sowie Reservisten für den Erhalt der Gräber ein. Ausgerüstet mit Dosen sammelten sie in Wilhelmshaven für den guten Zweck. Und auf die Wilhelmshavener war Verlass! Es konnte das beste Sammelergebnis der letzten Jahre in dieser Stadt erzielt werden: 10.100€. Die großzügige Spendenbereitschaft ist nicht nur ein Zeichen dafür, dass die Bürger in Wilhelmshaven ein großes Herz haben. Es ist Ausdruck eines gelebten Miteinanders und ein Bekenntnis zu den Soldaten, die in ihrer Stadt beruflich und auch privat beheimatet sind.

Es ist für uns eine Frage der Ehre. Wir haben so viel positive Resonanz erfahren und viele gute Gespräche geführt“, so einer der Sammler. Besonders ältere Menschen erzählten nicht nur von ihren im Kriege zu Tode gekommenen Angehörigen, sondern spendeten auch großzügig.

Bedanken möchte sich, stellvertretend für alle Verantwortlichen der Bundeswehr, der Standortälteste, Herr Fregattenkapitän Lars Vergien, bei allen teilnehmenden Marktleiterinnen und Marktleitern für deren Unterstützung. Nur durch deren Mitwirken konnten die Soldatinnen und Soldaten, die sich zum Teil widrigen Witterungsverhältnissen ausgesetzt sahen, dieses beeindruckende Sammelergebnis erzielen.

Stellvertretend hierfür sei erwähnt, dass ein Marktleiter so viel Herz zeigte und die vor dem Eingang seines Möbeldiscounters platzierten Sammler zu einer warmen Mahlzeit eingeladen hatte. An dieser Stelle nochmals, vielen herzlichen Dank.


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Stand vom: 06.12.17 | Autor: 


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