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Vereidigung MTS: Ein „Auswärtsspiel“

Barth, 28.08.2017.
135 Rekrutinnen und Rekruten der Marinetechnikschule in Parow (MTS) gelobten oder schworen am 24. August ihren Diensteid. Zum ersten Mal seit sechs Jahren war die MTS dabei wieder zu Gast im Stadthafen der Stadt Barth.

Der Anpfiff !

Ein Offizier steht an einem deutschlandfarbenen Rednerpult und hält eine Ansprache für die Vereidigung.

Der Schulkommandeur Kapitän zur See Michael Möding hält seine Ansprache für die Rekruten (Quelle: 2017 Bundeswehr / Caroline Lindner)Größere Abbildung anzeigen

„Seit sechs Jahren geht die Marinetechnikschule – passend zur noch jungen Bundesligasaison- zum ersten Mal wieder in ein Auswärtsspiel. Allerdings ein Auswärtsspiel ohne Gegner, denn die Einladung „doch mal wieder nach Barth zu kommen“, kam von Ihnen Herr Bürgermeister Dr. Kerth!“, mit diesen Worten begrüßte der Kommandeur der Marintechnikschule in Parow Kapitän zur See Michael Möding die Rekruten und ihre Angehörigen. Die Verbundenheit zwischen der Marine und dem Staat brachte nicht nur Möding in seiner Rede zu Ausdruck. Auch der Gastredner Dr. Stefan Kerth, Bürgermeister der Stadt Barth, zeigte sich beeindruckt von der Wahl der angetretenen Frauen und Männer, einen Eid auf eine höhere Sache zu leisten. Denn es ginge um „…nichts Geringeres, als das Recht und die Freiheit der Bundesrepublik und des Deutschen Volkes zu verteidigen.“

In einem zeremoniellen Akt wird die Treue zu Deutschland geschworen.

In einem zeremoniellen Akt wird die Treue zu Deutschland geschworen (Quelle: 2017 Bundeswehr / Caroline Lindner)Größere Abbildung anzeigen

Der Spieler

Die jungen Marinesoldaten, die an diesem Donnerstag mit dem Meer im Rücken ihren Eid schworen oder gelobten, haben dabei die unterschiedlichsten Hintergründe. Zwar ist die Marinetechnikschule die Heimstätte aller Techniker innerhalb der Marine, doch bietet sie auch anderen Verwendungen eine erste Heimat. Wie zum Beispiel Julia Swiecicka und Nils Fischer.

Die gelernte Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte Swiecicka war zunächst in ihrer Heimatstadt Cuxhaven in der Personalleitung tätig. Doch nach langem Überlegen hat sie sich „gegen ein Durchschnittssleben“ entschieden. Die Marine konnte sie dabei als Arbeitgeber überzeugen und so strebt die junge Frau nun eine Karriere im Stabsdienst an.



Nils Fischer hingegen ist durch seine Ausbildung als Binnenschiffer mit dem Element Wasser gut vertraut. Doch das war auch dem jungen Mann auf Dauer nicht genug.

Ich habe mir gedacht, Binnenschifffahrt ist jetzt nur das Kleine“, erzählt er, „Ich will was Größeres und so bin ich zur Marine gegangen.“ In seiner späteren Funktion in der Verwendungsreihe 11, dem Decksdienst, auf der Fregatte Sachsen, kann er nun auch die Meere statt den Flüssen kennenlernen.

Der Abpfiff

Die frisch ausgebildeten Soldaten stehen auf einem Marktplatz bereit für ihr Gelöbnis und ihren Eid, hinter ihnen das Meer.

Die frisch ausgebildeten Soldaten stehen bereit für ihr Gelöbnis und ihren Eid (Quelle: 2017 Bundeswehr / Caroline Lindner)Größere Abbildung anzeigen

Die Vereidigung und das Feierliche Gelöbnis der Grundausbildung im dritten Quartal 2017, die musikalisch würdig vom Heeresmusikkorps Neubrandenburg untermalt wurde, endete schließlich mit zwei guten Traditionen. Zum einen wurde die Mutter mit der weitesten Anreise geehrt – in diesem Fall reiste sie aus Saarbrücken an – und zum anderen ein Gedenkstein an die Rekruten übergeben. Dieser soll den Rekruten, eingelassen in die Wege der Marinetechnikschule, als ständige Erinnerung dienen.

Kommt ein ehemaliger Rekrut an die Marinetechnikschule zurück“, erklärt Kommandeur Möding, „sei es zu einem weiteren Lehrgang, als Ausbilder oder viel später mal als Pensionär – wird ihn der Erinnerungsstein seines Quartals an seine erste und prägende Zeit in der Marine erinnern.“


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Stand vom: 29.08.17 | Autor: 


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