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Green Deck kurz vor Halloween

In See, 03.11.2017.
Geht es denn nun bald mal los?“ In der Stimme des Kommandanten schwingt leichte Ungeduld mit. Denn heute soll eine Deckslandung mit einem „Sea King“ geübt werden. Was allein durch seine Größe immer wieder als Herausforderung gilt.

Ein Helikopter im Gegenlicht fliegt über dem Meer.

Nur wenige Meter neben dem Boot schwebt der Helo langsam über dem Flugdeck. (Quelle: 2017 Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Die Ubootunterstützungseinheit Tender „Main“ befindet sich, unter ihrem frisch zum Korvettenkapitän beförderten Kommandanten Christian Meyer, in der westlichen Ostsee zur Ausbildung ihrer Besatzung. Nun sind alle Vorbereitungen abgeschlossen und Boot und Besatzung sind klar zum Helikopterbetrieb. Kurz darauf kommt auch schon die Meldung „Helo optisch!“. Der „Sea King“ des Marinefliegergeschwaders 5 aus Nordholz schwebt ein. „Green Deck“ wird befohlen, der Helikopter erhält Landeerlaubnis.

Der „King“ setzt auf und auf Befehl des Flight Deck Officers (FDO) gehen die Lascher vor und verzurren den Hubschrauber mittels Ketten auf dem Deck. Kaum sind die Soldaten wieder koordiniert weggetreten, kommt ein weiteres Signal aus dem Cockpit. Der FDO befiehlt sie wieder nach vorn, die Laschings werden entfernt und der Helo hebt wieder ab. Dieser Vorgang wiederholt sich noch etliche Male.

Ein großer Helikopter ist auf der Landefläche eines Marineschiffes gelandet.

Der „Sea King“ hat nur wenig Spielraum – er muss punktgenau auf dem weißen Kreis landen. (Quelle: 2017 Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Der FDO, Oberbootsmann Steinhagen, frisch vom entsprechenden Lehrgang zurück, soll mit seinem Team weitere praktische Erfahrung sammeln, während die Besatzung des Hubschraubers vorrangig das Lande- und Startverfahren auf dem schmalen Deck des Tenders übt. Im „normalen“ Dienstleben ist der Oberbootsmann der Schiffssicherungsmeister an Bord, heute koordiniert er konzentriert die Landemanöver. So verlaufen die verschiedenen Anflüge gut, beinahe entspannt im strahlenden Oktobersonnenschein und der ruhigen See. Der Rhythmus wird nur unterbrochen, als der „Sea King“ betankt wird und ein Mann der Tenderbesatzung mittels Winde aufgenommen wird. Die Helikopterrundflüge ermöglichen einen guten Blick auf das Boot, den man als Besatzungsangehöriger nur selten genießen kann.

Nach kurzer Pause erfolgt der zweite Teil der Übung bei völliger Dunkelheit: Blaue Lichter tauchen das Flugdeck in ein gespenstisches Licht, welches unwillkürlich an das bevorstehenden Halloween erinnert. Die roten Leuchtstäbe, die der FDO zum Einweisen des Hubschraubers nutzt, wirken wie die bekannten Lichtschwerter aus den Star Wars-Filmen. Bald darauf kommt der „King“ zurück. Bei Nacht dienen ihm allein die blauen Lichter des Decks sowie die Einweisungen des FDO als Anhalt zum Manövrieren und zur punktgenauen Landung auf dem Tender. Der „Sea King“ nähert sich, verharrt eine Weile neben dem Flugdeck des Bootes, schwebt zur Seite und setzt auf. Es hat ohne Probleme geklappt. So erfolgt es noch neun weitere Male an diesem Abend vor Halloween, zwischendurch wird getankt, die Laschings an Deck verzurrt und erneut weitere Besatzungsmitglieder zum Rundflug mitgenommen.

Am Ende sind alle zufrieden: Die Hubschraubercrew konnte ihre Fertigkeiten trainieren, die Tenderbesatzung und dort insbesondere das Flugdeckpersonal konnte Kommunikation und Verfahren im Umgang mit Luftfahrzeugen üben.


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Stand vom: 03.11.17 | Autor: 


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