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Rettungseinsatz vor Helgoland

Nordsee, 08.08.2017.
Auf dem unter der Flagge der Bahamas laufenden Kreuzfahrtschiff „Norwegian Jade“ gab es am 31. Juli einen medizinischen Notfall. Durch das koordinierte Eingreifen ziviler und militärischer Stellen konnte der Passagier schließlich durch Marineflieger in ein Krankenhaus geflogen werden.

Der deutsche Rettungshubschrauber „Sea King“ wird von einem Marinesoldaten eingewiesen während des NATO-Manövers Dynamic Mercy im Seegebiet vor Helgoland.

Einweisung des „Sea King“ während des NATO-Manövers Dynamic Mercy im Seegebiet vor Helgoland (Quelle: 2016 Bundeswehr / Sascha Jonack)Größere Abbildung anzeigen

In den Morgenstunden erreichte das Maritime Rescue Coordination Center (MRCC) der Deutschen Gesellschaft für Schiffbrüchige (DGzRS) in Bremen der Notruf. Das Kreuzfahrtschiff befand sich zu diesem Zeitpunkt etwa 100 Kilometer nordwestlich der Insel Helgoland. Auf Grund der großen Entfernung entschied sich das MRCC gegen einen Einsatz eines Seenotrettungskreuzers. Stattdessen sollte der Passagier mittels eines Rettungshubschraubers „abgeborgen“ werden.

Zwischen den zivilen Seenotrettungseinrichtungen und der Bundeswehr existiert ein Kooperationsvertrag. Deswegen wurde die militärische Search and Rescue (SAR)-Leitstelle in Glücksburg mit dem Einsatz betraut. Hier wurden die weiteren Maßnahmen für den Rettungseinsatz geprüft. Die „Norwegian Jade“ war zudem in ein ausgewiesenes Schießgebiet gefahren, das gemeinsam von der Deutschen Marine und der Luftwaffe genutzt wird. Da für diesen Tag ein „scharfes“ Übungsschießen mit mehreren Eurofightern geplant war, mussten verschiedene Dienststellen beider Teilstreitkräfte eng zusammenarbeiten, um eine Gefährdung des Kreuzfahrers zu verhindern.

Währenddessen bereitete auf Helgoland eine Besatzung des Marinefliegergeschwaders 5 ihren Hubschrauber vom Typ „Sea King“ für den Einsatz vor. Auf der Nordsee-Insel steht ständig ein Luftfahrzeug für den SAR-Dienst bereit. Nach dem endgültigen Einsatzbefehl nahm der Hubschrauber auf dem Weg zur „Norwegian Jade“ noch einen zivilen Arzt von der Insel Sylt auf, bevor sich die Retter schließlich zum Kreuzfahrtschiff begeben konnten. Vor Ort entschlossen sich die Beteiligten schließlich, den Patienten mittels der Seilwinde an Bord des Hubschraubers zu holen. Er wurde in ein Krankenhaus im nordfriesischen Niebüll verbracht.


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Stand vom: 08.08.17 | Autor: 


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