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Gemeinsam für die gleiche Sache
Deutsch-Slowakische Kooperation

In See, 24.11.2017.
Die Deutsche Marine ist in vielen Einsätzen auf der Welt unterwegs. Das Seebataillon ist dabei oft ein wichtiger Bestandteil und Erfahrungsträger. Denn sie sind die ersten vor Ort wenn es „brennt“. Diese Erfahrungen teilt die Deutsche Marine gerne mit verbündeten Nationen. Zu diesem Anlass waren die slowakischen Militärpolizisten in Eckernförde. Gemeinsam mit der Bordeinsatzkompanie bereiteten sie sich auf ihren künftigen Einsatz im Mittelmeer vor.

Im Vordergrund ist die Schulter eines slowakischen Soldaten darauf ist eine weiß - rot - blau gestreifte Flagge angebracht. Im Hintergrund ein weiterer Soldat.

Die Militärpolizei der Slowakei übt gemeinsam mit deutschen Soldaten (Quelle: 2017 Bundeswehr / Steve Back/Presse- und Informationszentrum Marine)Größere Abbildung anzeigen

Wenn ein Team des Seebataillons an Bord eines fremden Schiffes kommt ist es dort nicht unbedingt gern gesehen und stößt auch ab und an auf Widerstand. In der Ausbildung ist daher das Betreten von Schiffen entgegen dem Willen des Kapitäns genauso ein fester Bestandteil, wie die Überprüfung von Handelsschiffen. Da die Soldaten vorher nie genau wissen was sie erwartet, ist jeder Boarding-Soldat als Ersthelfer geschult. Das heißt alle Soldaten der Bordeinsatzkompanie (BEK) müssen im Stande sein, zu jeder Zeit verletzte Besatzungsmitglieder auf den Schiffen zu versorgen.

Gemeinsam lernen

Mehrere Soldaten fahren auf einem schwarzen Motorboot. Am Heck hängt eine Kombination aus einer deutschen und slowakischen Flagge.

Mit dem Speedboot nimmt das slowakische Boardingteam Kontakt mit dem Schiff auf. (Quelle: 2017 Bundeswehr / Steve Back)Größere Abbildung anzeigen

Die vergangenen vier Wochen waren sehr intensiv. Die deutschen und slowakischen Soldaten haben gemeinsam von und miteinander gelernt. Wie damals in der Schulzeit gab es auch bei den Soldaten der BEK Theorie- und Praxisunterricht. Nach Themen wie Schiffsicherung und die theoretische Durchführung von Boarding-Operationen hieß es das Erlernte in der Praxis anwenden.

Von der Theorie zur Praxis

Jeder einzelne der slowakischen Soldaten möchte perfekt auf die Mittelmeermission vorbereitet sein, um die Besatzung der Fregatte „Sachsen“ bestmöglich zu unterstützen. Und so starteten alle hoch motiviert in die gemeinsame Abschlussübung. Dieses fordernde Manöver beinhaltete das Heranfahren mit einem Speedboot und die medizinische Erstversorgung von Verletzten. Die Schwierigkeit dabei ist, die Verletzten schnell zu finden und sich einen Überblick darüber zu verschaffen wie viele von der Besatzung eigentlich an Bord sein müssten. Denn nur so kann ausgeschlossen werden dass jemand übersehen wird.

Es liegt ein Soldat mit einem Verband um seinen Kopf auf den Boden. Zwei weitere Soldaten sitzen hockend neben ihm und versorgen seine Wund am Kopf.

Einem verletzten Soldaten wird im Maschinenraum erste Hilfe geleistet (Quelle: 2017 Bundeswehr / Steve Back/Presse- und Informationszentrum Marine)Größere Abbildung anzeigen

In diesem Szenario gab es verletzte Personen im Maschinenraum des Tenders „Main“. Er war Schauplatz des Geschehens und befand sich in den Gewässern vor Eckernförde. Die Zusammenarbeit der beiden Nationen verlief reibungslos, so dass das Ergebnis der Ausbildung und Übung mit Freude an die Fregatte weitergegeben wurde. Und auch hier freut man sich schon auf die bevorstehende, multinationale Zusammenarbeit.

Infobox

Bordeinsatzkompanie
Die Bordeinsatzkompanie (BEK) ist eine spezialisierte Einheit der Deutschen Marine für das taktische Aufbringen und Durchsuchen von Schiffen. Stationiert ist sie ist im Marinestützpunkt Nord in Eckernförde an der Ostsee. Die BEK gehört zum Seebataillon, dem auch die Minentaucher-, Küsteneinsatz-, Aufklärungs- und Unterstützungskompanie unterstellt sind. Die Kampfschwimmerkompanie hingegen ist dem Kommando Spezialkräfte Marine unterstellt. Beide sind Teil der Einsatzflottille 1.


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Stand vom: 06.12.17 | Autor: 


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