Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Aktuelles > Operation Sophia: „Mosel“ fährt in den Einsatz

Operation Sophia: „Mosel“ fährt in den Einsatz

Kiel, 18.04.2018.

Am 18. April hat der Tender „Mosel“ den Marinestützpunkt Kiel zu einem fünfeinhalbmonatigen Einsatz in dem EU-geführten Mittelmeereinsatz EUNAVFOR MED Operation Sophia verlassen.

Eine Gruppe ziviler Personen stehen nebeneinander und winken.
Die Familien und Freunde der Besatzung verabschieden ihre Liebsten in das Mittelmmer (Quelle: 2018 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Die 106 Soldatinnen und Soldaten unter dem Kommando von Fregattenkapitän Jens Röder werden in zwei Wochen die deutsche Fregatte „Sachsen“ im Einsatz ablösen. Der Tender gehört zu dem in Kiel beheimateten Unterstützungsgeschwader und wird Anfang Oktober im Heimathafen zurückerwartet.

 „Ihnen steht ein fordernder Einsatz bevor“, betonte Geschwaderkommandeur Fregattenkapitän Torsten Eidam bei der Verabschiedung der angetretenen Besatzung. „Ihre Kernaufgabe ist, gegen Schleusernetzwerke vorzugehen. Aber zum Spektrum dessen, was Sie erwartet, gehört auch das UN-Waffenembargo gegen Libyen durchzusetzen. Die Operation Sophia bildet außerdem die libysche Küstenwache und Marine aus. Und Sie müssen sich darauf gefasst machen, in Seenot geratene Menschen an Bord zu nehmen. Diese Aufgaben werden entschlossenes und verantwortungsvolles Handeln von Ihnen verlangen.

Ein graues Marineschiff mit einem Kran und mehreren Kontainern verlässt einen Hafen.
Auf dem Flugdeck der „Mosel“ wurde ein Gerüst aufgebaut, um dort für den Ernsfall einne überdachten Aufenthaltsort für Schiffbrüchige zu ermöglichen (Quelle: 2018 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Der Tender „Mosel“ ist bereits der vierte Tender der Deutschen Marine, der an der Operation Sophia teilnimmt. Es war ein solches Versorgungsschiff, dem im Sommer 2016 die erste Festsetzung von Schleusereiverdächtigen in dem EU-Einsatz gelang. Auch die erste Beschlagnahme von Waffen aus dem Embargokontroll-Auftrag im Mai 2017 gelang mithilfe eines Boarding-Teams, das auf einem Tender eingeschifft war.

Neben der eigenen Besatzung haben die Schiffe für den Einsatz Sanitätspersonal, Militärpolizisten, Dolmetscher, Rechtsberater und Boarding-Soldaten an Bord. Die Marine stellt diese Teams speziell für die Einsatzgebiete zusammen. Im Mittelmeer operieren die Schiffe des EU-Marineverbands in dem Seegebiet zwischen Italien und den libyschen Hoheitsgewässern, dessen Ausdehnung in etwa der Fläche Deutschlands entspricht.

Von einer höhergelegenen Schiffsebene schauen Marinesoldaten herab und verabschieden sich.
Freude trotz Abschied - Die Besatzung verabschiedet ihre Liebsten für einen langen Zeitraum (Quelle: 2018 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Kommandant Röder blickt zuversichtlich auf den Einsatz: „Natürlich sind wir angespannt. Nach unserem Ausbildungsprogramm fühlen wir uns aber gut auf die Operation vorbereitet. Ich habe ein tolles Team an Bord, die Tender haben sich in der Operation bewährt. Heute bei der Verabschiedung so viele Familien und Freunde auf der Pier zu sehen, das macht mich stolz. Meine Besatzung – das sind für sie natürlich Kinder, Eltern, Geschwister und Freunde. Auf diese Unterstützung bauen zu können, daraus spricht Wertschätzung für unseren Auftrag und die Marine.


Fußzeile

nach oben

Stand vom: 19.04.18 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.aktuelle&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB070000000001%7CAXXJ9N713DIBR