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Mit festen Seebeinen das Boot voll im Griff: „Sulzbach-Rosenberg“ zurück im Heimathafen
 

Kiel, 12.12.2017.

Ihre Besatzung hat mit festen Seebeinen das Boot voll im Griff.“ Mit diesen Worten begrüßte der Kommandeur des 3. Minensuchgeschwaders Fregattenkapitän Martin Schwarz am Morgen die Crew von Korvettenkapitän Pierre Limburg zurück im Heimathafen Kiel. Fünf Monate lang waren die rund 40 Frauen und Männer unter seinem Kommando unterwegs.

In Ost- und Nordsee um die halbe Welt

Es sind Menschen an der Pier zu sehen und viele bunte Luftballons schmücken den Himmel.
Als liebevolle Geste schmückten Luftballons den Himmel (Quelle: 2017 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Seitdem hat die Besatzung rund 18.000 Kilometer zurückgelegt – das ist knapp eine halbe Erdumrundung. Zwischen Atlantik und östlicher Ostsee lagen die Einsatzgebiete, 18 Häfen in elf Nationen hat die Besatzung besucht. „Die Zusammenarbeit mit den anderen Ländern war hervorragend“, resümiert Kommandant Limburg bei seiner Rückkehr. Seine Besatzung integrierte auch für einen Monat eine litauische Minentauchergruppe an Bord. „Ich bin stolz auf diese Crew. Es ist großartig, zu sehen, wie sich junge Soldatinnen und Soldaten zu echten Seefahrern entwickeln. In den vergangenen fünf Monaten sind wir ein echtes Profiteam geworden.“

Minen in der Kieler Bucht

Und das hat nicht nur bei den Großmanövern Joint Warrior vor Schottland und Northern Coasts vor Schweden seine Professionalität bewiesen. Sondern auch vor der Haustür. Bei der Suche nach Munitionsaltlasten wurde der Meeresgrund südöstlich des Kieler Leuchtturms nach Munition und Minen aus den Weltkriegen untersucht – die Minenjäger benutzen dafür den Fachausdruck „Historic Ordnance Disposal“, also Beseitigung historischer Munition. Die Mannschaft der „Sulzbach-Rosenberg“ identifizierte 15 Minen und Fliegerbomben in der Kieler Bucht. Korvettenkapitän Limburg ist überzeugt: „Eine wichtige Gelegenheit, um bei Schifffahrt und Bevölkerung ein Bewusstsein dafür zu wecken, wie entscheidend der Auftrag der Minenabwehreinheiten für die Sicherheit der Schifffahrtsrouten ist. Wir schützen diese Seewege.“

Die „Sulzbach-Rosenberg“ stellte seit Juli den harten Kern der SNMCMG1. Sie war das erste Boot, das dem lettischen Führungsschiff unterstellt wurde – und sie war das letzte Boot, das den Verband kürzlich in Kopenhagen verließ. Für die Besatzung beginnt nun die Winterpause bei den Familien. Denn, so betont der Kommandeur Schwarz bei der Begrüßung der Soldaten: „Ohne Familien und Rückhalt zu Hause könnten wir Seefahrer unseren Beruf nicht ausüben.“ Ab Ende Januar fährt die „Sulzbach-Rosenberg“ dann wieder zur See und bereitet sich auf ein Manöver des Geschwaders vor.

3. Minensuchgeschwader

Im 3. Minensuchgeschwader ist die Expertise für die deutsche Seeminenabwehr gebündelt. Das Geschwader macht den Weg überall dort frei, wo Minen, Bomben und Munition im Wasser den Seeverkehr, Schifffahrtsstraßen oder Häfen gefährden. Der Kieler Verband besteht aus 12 Minenabwehreinheiten und einem Einsatzausbildungszentrum. Die Boote sind aus amagnetischem Stahl gefertigt und setzen die Minenjagddrohne „Pinguin“, die Minenjagddrohne „Seefuchs“ und ferngelenkte Räumgeräte „Seehund“ ein. Alle Minenabwehreinheiten besitzen außerdem die Fähigkeit zum Minenlegen.

Standing NATO Groups

Die „Standing NATO Groups“ sind die ständigen maritimen Reaktionsverbände der Allianz. Sie stellen sicher, dass die NATO schnell und flexibel agieren kann. Insgesamt unterhält die NATO vier dieser Marineverbände. Sie gehören zur „NATO Response Force“. Die Mitgliedsländer entsenden Schiffe oder Boote für mehrere Monate und die Führung rotiert zwischen den Nationen. Die Flottenverbände nehmen regelmäßig an internationalen Übungen und Manövern teil.


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Stand vom: 14.12.17 | Autor: 


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