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UNIFIL: Korvette „Magdeburg“ läuft aus

In See, 15.05.2017.

Am 15. Mai hat die Korvette „Magdeburg“ ihren Heimathafen Warnemünde verlassen. Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Thorsten Vögler lief das Schiff in den UNIFIL-Einsatz aus.

Die Soldaten stehen angetreten auf dem Oberdeck und verabschieden sich von den Familienangehörigen an Land.
Angetreten stehen die Soldaten auf dem Oberdeck und verabschieden sich von ihren Familienangehörigen. (Quelle: 2017 Bundeswehr / Steve Back)Größere Abbildung anzeigen

Die „Magdeburg“ wird die dritte Korvette sein, die voraussichtlich über ein Jahr im Einsatz verbringen wird. Bereits 2015 und 2016 stellte die Korvette „Erfurt“ die Zuverlässigkeit der Schiffe der Klasse K130 unter Beweis: Sie war 17 Monate am Stück sowohl bei UNIFIL als auch am Horn von Afrika im Einsatz, viermal wechselte in dieser Zeit ihre rund 60-köpfige Besatzung. Auch bei der „Magdeburg“ ist ein regelmäßiger Personalaustausch gemäß Mehrbesatzungskonzept vorgesehen. Der erste große Wechsel ist für Oktober 2017 geplant.

Für Korvettenkapitän Vögler ist dieser Einsatz etwas ganz Besonderes: „Es ist mein erster Einsatz als Kommandant einer Korvette und ich freue mich insbesondere darauf, zusammen mit meiner Besatzung beweisen zu können, was wir als Team in den vergangenen Monaten der Einsatzvorbereitung trainiert haben.“

Im Einsatzgebiet wird die Korvette in den multinationalen maritimen Einsatzverband der UNIFIL integriert und untersteht dort dem brasilianischen Konteradmiral Sergio Fernando de Amaral Chavez Jr. Weitere teilnehmende Nationen sind zurzeit Bangladesch, Brasilien, Griechenland, Indonesien und die Türkei.

Seit 1978 setzen sich Blauhelmsoldaten der UNIFIL-Mission für Frieden zwischen Libanon und Israel ein. Anfangs zählten die Überwachung eines angestrebten Waffenstillstands und die Bestätigung des Abzugs israelischer Streitkräfte aus dem Libanon zu ihren Aufgaben. Nach dem zweiten Libanonkrieg 2006 ergänzte der VN-Sicherheitsrat das Mandat. Seitdem unterstützt UNIFIL die libanesische Regierung dabei, die Seegrenzen des Landes zu sichern und Waffenschmuggel übers Mittelmeer zu verhindern. Heute sind die UNIFIL-Blauhelme rund 10.500 Mann stark und kommen aus 39 Nationen.

Der maritime Teil der UNIFIL ist der erste und bisher einzige Flottenverband unter Führung der Vereinten Nationen – deutsche Schiffe und Boote haben von Beginn an in diesem Verband operiert. Die libanesische Marine hat seither Ausrüstung von Deutschland erhalten, darunter Wachboote und Küstenradarstationen. Deutsche Marinesoldaten engagieren sich seit mehreren Jahren in der Ausbildung ihrer libanesischen Kameraden. Hier liegt heute der Schwerpunkt des deutschen Engagements.


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Stand vom: 20.11.17 | Autor: 


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