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Was macht eigentlich ein Elektrotechnischer Maat?

Eckernförde, 11.04.2013.
Wenn zu Hause das Licht nicht brennt, obwohl die Glühlampe heil und Strom auf der Leitung ist, braucht man Hilfe und zwar einen Elektriker. Passiert das an Bord, braucht man den auch und dann hilft Obermaat Alexander Kermbach weiter. Wie viele andere ist er als gelernter Elektriker zur Marine gekommen und fährt nun als Technischer Maat zur See, in diesem Fall auf den modernsten Ubooten der Welt, der Klasse 212 A.

Obermaat Alexander Kermbach an seinem Arbeitsplatz.

Elektrotechnischer Maat der Uboot Klasse 212 A (Quelle: © 2013 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Kermbach ist seit fast acht Jahren bei der Marine, steht nun vor seinem baldigen Dienstzeitende und kann Revue passieren lassen. „Am Anfang an Bord hatte ich ganz schön mit Seekrankheit zu kämpfen. Auf meiner ersten Fahrt habe ich gleich zwei Kilo abgenommen, aber dann hätte ich mir nichts Besseres vorstellen können“, erzählt der ‚Emi‘ – wie er von allen genannt wird.

Soldaten an der Konsole.

Zentrale im Uboot der Klasse 212 A (Quelle: © 2013 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Hauptsache zur See fahren!

Bei der Bewerbung für die Marine stand für ihn nur fest: „Ich will zur See fahren!“ Als er gefragt wurde, ob er sich auch die Arbeit auf einem Uboot vorstellen könnte, hatte er zunächst gezögert. „Ich wollte es mir erst ansehen, damit ich mir ein Bild davon machen konnte.“ Der Eindruck war gut, also entschied sich der damals 20-Jährige für das Uboot und wurde nicht enttäuscht. „Das Leben an Bord ist eng und ungewohnt. Man arbeitet auch nachts, man teilt sich Toilette, Dusche und sogar das Bett. Wenn man lange unterwegs ist, kann man nicht telefonieren und trotzdem habe ich es nie bereut.“ Wenn Ubootfahrer gefragt werden, kommt von den meisten die gleiche Antwort: Freunde und Familie fehlen natürlich, aber der Zusammenhalt an Bord ist wie eine Ersatzfamilie.

Obermaat Alexander Kermbach vor den Monitoren der Zentrale.

Schaubild des Bootes (Quelle: © 2013 Bundeswehr / Börn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Das tägliche Geschäft

Und als Ablenkung von Heimweh gibt es ja die Arbeit, denn alle sind sich sicher: Es wird nie langweilig. Während seiner Wache sitzt er vor den Monitoren der Zentrale, die ein technisches Schaubild des Bootes zeigen. Meldungen werden untersucht und Fehler, wenn möglich, gleich behoben. Auf einer regelmäßigen Runde durch das Boot kontrolliert er den Zustand ‚seiner‘ Anlagen. Wartungen sowie kleine Reparaturen gehören zum täglichen Geschäft. Das Aufgabenfeld des Elektrotechnischen Maaten an Bord eines Ubootes ist sehr breit gefächert, da er während seiner Wache nicht nur für die Elektrik, sondern alle technischen Anlagen zuständig ist.

Am Anfang der Ausbildung in der Marine lernt man allgemeintechnische Grundlagen von seinem Schiff oder Boot, damit ein grundlegendes Verständnis für alle Anlagen vorhanden ist. Bei der Arbeit ist es dann egal, ob wir an Rohrleitungen oder Kabeln arbeiten.“ Die Aufgaben sind in einer so kleinen Besatzung somit vielfältiger und machen so den Reiz aus. Hinzu kommen die Schülerfahrten für die Nachfolger. Bevor man letztendlich auf ein Uboot darf, muss man sich auf einer „Probefahrt“ beweisen. Während dieser Fahrten weist einer erfahrenen Emis an Bord dann die Neuen ein. „Das hält auf Trapp und man testet sich selbst auch immer wieder.

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Stand vom: 27.10.16 | Autor: 


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