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Was macht eigentlich ein Antriebstechnik-Unteroffizier?

In See, 02.05.2011, Kevin Goebel (Presse- und Informationszentrum Marine).

Obermaat Heinrich Bechthold ist Antriebstechnik-Unteroffizier (Verwendungsreihe 42) auf der Fregatte „Augsburg“. Motorenlärm und stickige Luft gehören für ihn zum Arbeitsalltag. Seine Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass das Schiff in jeder Situation manövrierfähig bleibt.

Oberbootsmann Benjamin Borchert beim Plotten.
Plotten während der Gefechtsübung (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Kevin Goebel)Größere Abbildung anzeigen

Im Maschinenraum eines Schiffes ist es laut. Es riecht nach Öl, Benzin und Metall. Nicht jeder kann unter diesen Bedingungen arbeiten. Obermaat Bechthold kann sich nichts besseres Vorstellen.

Als Antriebstechnik-Unteroffizier ist er für die Wartung und Instandsetzung der Maschinen verantwortlich. Er kontrolliert mit seinen Kameraden den gesamten Antrieb der Fregatte. Dazu zählen zwei Gasturbinen, zwei Dieselmotoren und die Getriebeanlage mit vier Kupplungen.

Während des Tagesdienstes sitzt der Antriebstechniker im Technischen Leitstand. Als „Pultdrücker", wie er sich selber nennt, hat er dort den Überblick über den Antrieb des Schiffes. Er kontrolliert die ordnungsgemäße Funktion und ist bei Problemen sofort informiert. Das Schiff muss eben immer manövrierfähig bleiben.


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Eine angenehme Abwechslung

Obermaat Heinrich Bechthold im Maschinenraum auf der Fregatte AUGSBURG.
Obermaat Heinrich Bechthold (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Kevin Goebel)Größere Abbildung anzeigen

Durch ein Maschinenbaustudium in seiner eigentlichen Heimat, der Ukraine, hat er bereits vieles über Schiffsmotoren gelernt und ist oft der erste Ansprechpartner bei Problemen an der Antriebstechnik des Schiffes.

Was für die Routine gilt, trifft natürlich auch für den Gefechtsdienst zu. Bechthold hält sich im Maschinenraum auf, um bei möglichen Beschädigungen des Antriebs sofort Handeln zu können. Außerdem führt er neue Kameraden in die Schiffstechnik ein und bildet Sie an den Maschinen aus. „Die Ausbildung neuer Soldaten ist eine angenehme Abwechslung zum Alltag auf See“ sagt er.

Unabhängig von den Aufgaben rund um den Antrieb zählen Sofortmaßnahmen in der Brand- und Leckabwehr der Besatzung und Tauchereinsätze zu seinen persönlichen Aufgaben an Bord.


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Neun Jahre Seefahrt

Oberbootsmann Heinrich Bechthold und Stabsgefreiter Phillip Buchnau bei Arbeiten im Maschinenraum der Fregatte AUGSBURG.
Arbeiten im Maschinenraum (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Kevin Goebel)Größere Abbildung anzeigen

Bechthold kam 2002 als Zeitsoldat für vier Jahre zur Bundeswehr, hat dann die Unteroffizierlaufbahn eingeschlagen und ist seitdem bereits mit den Fregatten „Bremen“, „Lübeck“ und „Ausburg“ neun Jahre zur See gefahren.
„Die Seefahrt macht mir sehr viel Spaß. Ich hoffe, dass ich noch die nächsten 20 Jahre zur See fahren kann", so Obermaat Bechthold.

Die „seefreien“ Tage verbringt er am liebsten mit seiner Familie. Zusammen mit seiner Frau und seinem Kind lebt er in Wilhelmshaven.

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Stand vom: 20.11.17 | Autor: 


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