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Im Marinefliegergeschwader 3 gab es noch nie weibliche Avioniker für den Seefernaufklärer P-3C „Orion“. Jennifer Hubert und Tessa Masch wollen das ändern. Deshalb befinden sich die beiden Bootsmannanwärterinnen in der „Zivilberuflichen Aus- und Weiterbildung“ zur Fluggeräte-Elektronikerin. In einem Blog teilen sie ihre Erlebnisse in der 21-monatigen Ausbildung bei Airbus Helicopters in Kassel und bringen Licht ins Dunkel um die zivil anerkannte Ausbildung bei der Bundeswehr.

Frau Obergefreiter (BA) Jennifer Hubert.

Frau Obergefreiter (BA) Jennifer Hubert (Quelle: 2016 Bundeswehr / Bilal Bektas)Größere Abbildung anzeigen

Jennifer Hubert

Die Begeisterung für Technik war beiden Frauen in die Wiege gelegt. Der Freundeskreis der 24-jährigen Jennifer Hubert bestand seit jeher mehrheitlich aus Jungs bzw. Männern. Erst schraubten sie alle an ihren Mopeds, später an den Autos. Nach ihrem Abitur im Sommer 2011 begann sie, eher untypisch, ein Studium im Bereich Immobilienwirtschaft & -management. „Ich habe mich da von meinen Eltern beeinflussen lassen“, sagt sie selbst. Nach drei Jahren beschließt sie kurz vor dem Bachelor, ihrem Herzen zu folgen. „Ich konnte mich in diesem Beruf einfach nicht sehen und wollte lieber mein Hobby zum Beruf machen!“, so die junge Soldatin. Somit begann sie eine Ausbildung zum Kfz-Mechatronikerin. Als sie mit der Berufsschule die IAA Messe besucht, erregt der Bundeswehrstand ihr Interesse. „In meiner Ausbildungsstätte ließ man die Ausbildung schleifen und Azubis waren eher billige Arbeitskräfte“, erläuterte sie.

Nach einem Termin beim Karriereberater absolvierte sie den zweitägigen Portepeeunteroffizier Test in Hannover. „Ich würde sonst die Ausbildung beenden, möchte aber lieber gefordert und qualifiziert ausgebildet werden!“, konterte die junge Frau dem Psychologen gegenüber auf seine Frage nach „Plan B“. Das überzeugte. So stellte man Hubert zum zukünftigen „Schrauben“ bei den Marinefliegern ein. Sie arbeitet jetzt weder an Mopeds, noch an Autos, sondern am Großgerät Flugzeug.

Frau Obergefreiter (BA) Tessa Masch.

Frau Obergefreiter (BA) Tessa Masch (Quelle: 2016 Bundeswehr / Bilal Bektas)Größere Abbildung anzeigen

Tessa Masch

Für die 21-jährige Obergefreiter (BA) Tessa Masch stand sogar schon vor dem Abitur 2014 fest, dass sie zur Bundeswehr wollte. Zunächst bewarb sie sich 2013 allerdings für die Offizierlaufbahn und strebte ein Psychologiestudium an. „Im Psychologengespräch war ich einfach zu aufgeregt, zu jung und unerfahren“, sagt sie über die zweitägige Prüfung in Köln. Die Ablehnung ihrer Bewerbung gab ihr allerdings Zeit, noch einmal in sich zu gehen und herauszufinden, was sie wirklich will. 2013 absolvierte Masch ein zweiwöchiges Praktikum beim Fallschirmjägerbataillon 313 in Seedorf. „Dazu gehörte auch ein 23 km-Marsch. Als ich den trotz Schmerzen geschafft hatte, wusste ich, ich will zur Bundeswehr. Wohin genau war noch immer nicht klar, bloß nicht nach Seedorf!“, betont die Soldatin mit einem Lächeln.

Der Karriereberater erzählte ihr, aufgrund ihrer Begeisterung für Technik, von der Bootsmannlaufbahn bei den Marinefliegern. Kurzentschlossen schickte sie ihre Bewerbung ein. Durch die Prüfung in Köln vorbereitet, ging sie dieses Mal mit klarem Ziel vor Augen in das Psychologengespräch: „Ich habe es gesagt, wie es ist: Ich habe keinen Plan B gemacht. Ich weiß, ich gehöre hier hin. Ich werde der, ‚Menderes‘ der Bundeswehr, wenn ihr mich ablehnt. Und ich komme wieder, bis ihr mich nehmt!“. So konnte sie dieses Mal durch Selbstbewusstsein glänzen und wurde als angehende Avionikerin eingestellt.


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Stand vom: 13.06.17 | Autor: 


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