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Polnische und deutsche Marine beschließen historisch einmalige Uboot-Kooperationsvereinbarung

Rostock, 11.07.2016.
Die Inspekteure der deutschen und der polnischen Seestreitkräfte haben eine gemeinsame „Submarine Operating Authority“ eingerichtet. Die polnisch-deutsche Marinekooperation wird damit immer enger – und überwindet traditionelle strategische Vorbehalte.

Der polnische und deutsche Inspekteur der Marine halten Grundsatzvereinbarung in den Händen und schauen in die Kamera.

Konteradmiral Mirosław Mordel, Inspekteur der Kriegsmarine der Republik Polen, und Vizeadmiral Andreas Krause, Inspekteur der Deutschen Marine nach der Unterzeichnung (Quelle: 2016 Bundeswehr / Michael Sühl)Größere Abbildung anzeigen

Es ist schon ein ganz besonderer Schritt, die Kontrolle über einen so wichtigen nationalen, strategischen Aktivposten wie ein Uboot in gemeinschaftliche Hände zu übergeben“, erklärte Vizeadmiral Andreas Krause, Inspekteur der Deutschen Marine, bei der Unterzeichnung einer deutsch-polnischen Grundsatzvereinbarung. Ins Marinekommando nach Rostock gekommen, um seine Unterschrift zu leisten, war Konteradmiral Mirosław Mordel, Inspekteur der Kriegsmarine der Republik Polen. Die Admirale vereinbarten mit ihren Signaturen, eine gemeinsame „Submarine Operating Authority“ zu schaffen.

Organisatorisch Teil des deutschen „Maritime Operations Centre“ (MOC) wird die „DEU-POL SubOpAuth“, so die militärische Bezeichnung der Arbeitszelle, die binationale operative Kontrolle sowohl über deutsche als auch polnische Uboote ausüben – während das Kommando prinzipiell in nationaler Hand verbleibt. Durch die DEU-POL SubOpAuth werden künftig regelmäßig zwei polnische Marineoffiziere im deutschen MOC, das sich noch in Glücksburg befindet, vertreten sein. Eine der wichtigsten Vorteile der Kooperation für die polnische Marine wird sein, dass sie ihre Uboote an deutsche Führungssysteme ankoppeln kann, also an die „Submarine Broadcast Control Authority“ der Deutschen Marine.

Konteradmiral Mordel zeigte sich „besonders stolz und glücklich, dass wir nach den Jahren der Vorbereitung dieses Projekts diesen Schritt tun konnten“. Diese jüngste deutsch-polnischer Militärvereinbarungen geht zurück auf Basisdokumente, mit der Polen und Deutschland schon seit 1999 ihre militärische Zusammenarbeit immer weiter vertieft haben: So hatten beide Regierungen am 30. April in Gdansk ein Abkommen unterzeichnet, dass den gegenseitigen Schutz von sicherheitsrelevanten Informationen regelt. Am 27. Mai 2013 hatten die Verteidigungsministerien eine erweiterte maritime Kooperation beschlossen.

Die deutschen und polnischen Uboot-Flotten sind annähernd gleich groß, wenn auch von unterschiedlichem technischen Standard. Während die Deutsche Marine sechs Uboote der Klasse 212A besitzt, verfügt die polnische Marine derzeit über fünf Uboote: eines der ehemals sowjetischen Kilo-Klasse und vier der ursprünglich von den Nordseewerken in Emden für die norwegische Marine gebauten „Kobben“-Klasse. 2002 und 2003 waren sie an Polen übergeben worden. Inzwischen steht die polnische Uboot-Waffe vor ihrem nächsten Modernisierungsschritt.

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Stand vom: 11.07.16 | Autor: 


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