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„Einmal Komplettüberholung bitte“

Hamburg, 28.08.2017.
Nach einem ereignisreichen Jahr mit der Teilnahme an verschiedenen Manövern wie GOOD HOPE VII oder US BALTOPS geht für die „Bonn“ eine sogenannte „Betriebsperiode“ zu Ende. Dies bedeutet, eines der jüngsten Schiffe der Flotte hat seit seiner Indienststellung 2013 den ersten Lebensabschnitt durchlaufen und muss nun zur „Inspektion“ und wieder fit gemacht werden.

Die „Bonn“ bei der Einfahrt in das Trockendock bei Blohm+Voss.

Die „Bonn“ bei der Einfahrt in das Trockendock bei Blohm+Voss (Quelle: 2017 Bundeswehr / Christoph Karlebowski)Größere Abbildung anzeigen

Genau wie ein Auto bei einer allgemeinen Durchsicht wird auch das Schiff einmal „auf links gedreht“. Alle Anlagen und Teile von den Schränken in den Kammern bis zu den Antriebsdieseln im Motorenraum werden untersucht, erneuert und instandgesetzt.

Die „Bonn“ hat rückwärts neben dem Trockendock mit der „Berlin“ festgemacht.

Die „Bonn“ hat rückwärts neben dem Trockendock mit der „Berlin“ festgemacht (Quelle: 2017 Bundeswehr / Christoph Karlebowski)Größere Abbildung anzeigen

Nach kurzem Aufenthalt auf der Hamburger Norderwerft verlegte die „Bonn“ ins Trockendock der benachbarten Schwesterwerft Blohm+Voss. Dort wird das Schiff vom höchsten Mast, der 44,4 m hoch ist, bis zum Kiel begutachtet. „Ich freue mich darauf, die „Bonn“ einmal in ihrer Gänze betrachten können. Dieses große Schiff so zu sehen ist ein beeindruckender Anblick.“, freut sich Hauptgefreiter Björn Zimmermann beim Docken. Er gehört zu den knapp 70 Soldaten, die das Schiff während der Werftphase in Hamburg betreuen. Unter ihnen sind vor allem die Schiffstechniker, die die Arbeiten an den technischen Anlagen unterstützen. Die restliche Besatzung leistet ihren Dienst in einer Kaserne am Heimatstandort Wilhelmshaven.

Neben der Durchführung des Instandsetzungsvorhabens nutzen wir die Werftphase, um der Besatzung bestmöglich Urlaubs- bzw. Freistellungsphasen zu gewähren. Zusätzlich ist dieser Zeitraum eine gute Möglichkeit, unser Team durch Lehrgänge in Übung zu halten bzw. weiterzuqualifizieren.“, berichtet Fregattenkapitän Schlüter, der Erste Offizier der „Bonn“. „Einige unserer Soldaten haben sich freiwillig für fordernde Seefahrten bzw. Einsätze auf anderen Schiffen wie der „Frankfurt am Main“, der „Mecklenburg-Vorpommern“ oder der „Hessen“ gemeldet, wo wir die dortige Besatzung und deren Vorhaben gerne unterstützen.“

Ein graues Schiff in einer Werft.

Die „Bonn“ im Trockendock bei Blohm+Voss (Quelle: 2017 Bundeswehr / Christoph Karlebowski)Größere Abbildung anzeigen

Solch eine Werftphase bedarf natürlich einiger Vorbereitung. Das 174 Meter lange Schiff wurde komplett enttankt und geleert. Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wird aus dem Schiff geräumt und zwischengelagert. So beispielsweise alle Wappen aus den Messen und auch alle Stühle aus den Betriebsräumen. Ebenso wurden alle Kammern und Lasten, also die Stauräume an Bord, leer geräumt. Von Proviant über Feuerlöschmittel muss alles die „Bonn“ verlassen. Insgesamt haben sich aus dem „Innenleben“ der „Bonn“ 32 Container mit Material gefüllt. Diese „Komplettüberholung“ der „Bonn“ dauert bis Ende des Jahres, danach startet das Schiff dann wieder in das Einsatz- und Ausbildungsprogramm, um wieder die Einsatzreife zu erlangen.


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Stand vom: 28.08.17 | Autor: 


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