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Korvettengeschwader ist mit „Ludwigshafen“ komplett

Rostock-Warnemünde, 22.03.2013.
Die Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ wurde am 21. März feierlich in den Dienst der Marine gestellt. Nach der „Braunschweig“, „Magdeburg“, „Oldenburg“ und „Erfurt“ reihte sich die fünfte und letzte Korvette in das 1. Korvettengeschwader ein. Mit der Indienststellung beheimatet es nun fünf Korvetten und drei unterstützende Landeinheiten mit ca. 560 Männern und Frauen.

Das Heeresmusikkorps Neubrandenburg begleitete die feierliche Zeremonie.

Feierliche Indienststellung (Quelle: © 2013 Bundeswehr / Jelena Wiedbrauk)Größere Abbildung anzeigen

Die feierliche Zeremonie der Indienststellung der „Ludwigshafen“ wurde unter der Leitung von Konteradmiral Michael Mollenhauer, Abteilungsleiter Einsatz des Marinekommandos in Rostock, durchgeführt. „Ein historischer Tag“, so Admiral Mollenhauer in seiner Ansprache. „Es ist der Tag der Indienststellung Korvette Ludwigshafen am Rhein und somit der Tag der hier auf dem Achterdeck angetretenen Besatzung. Es ist aber auch der Tag des Geschwaders. Denn heute feiert das Geschwader die Erlangung seines vollen operativen Umfangs oder anders ausgedrückt, sein 'Full House'!“, fügte er hinzu. Eine besondere Erwähnung fand in seiner Ansprache die Patenstadt Ludwigshafen am Rhein und Dr. Eva Lohse, die Oberbürgermeisterin der Stadt und gleichzeitig Taufpatin der Korvette.

Staatssekretär Stéphane Beemelmans war stellvertretend für das Verteidigungsministerium anwesend und hielt die Indienststellungsrede. Unter den vielen Gästen aus Rostock und Umgebung waren auch zahlreiche Gäste aus der Patenstadt anwesend. Musikalische Untermalung lieferte das Heeresmusikkorps Neubrandenburg und das Panzerbataillon 413 aus Torgelow unterstützte mit einem Ehrenzug, eine Streitkräfte gemeinsame Zeremonie.

Salut-Schießen durch die historische Kanonenmannschaft der Schützenmannschaft Concordia Rostock.

Besonderheit zu Ehren des vollständigen Geschwaders (Quelle: © 2013 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

„Bravo Zulu“ für Korvette und Besatzung

Gerade die weltweite Verlegefähigkeit hat die Einheit erst letzte Woche eindrucksvoll unter Beweis gestellt, als sie von ihrer letzten Erprobung aus Brasilien zurückgekehrt ist", sagt Fregattenkapitän Lars Hirland. Er ist bereits seit 2010 militärischer Schiffsführer der Korvette. „Für meine Besatzung war es ein mehr als gelungener Abschluss der langen aber erfolgreichen Erprobungsphase dieses neuen Waffensystems. Besatzung und Korvette haben die Tour über den Atlantik und den Äquator mit Bravour gemeistert“, berichtet der Marineoffizier.

Eine Besonderheit zu Ehren des nun vollständigen Geschwaders ist das Salut-Schießen durch die historische Kanonenmannschaft der Schützenmannschaft Concordia Rostock. Sieben Salutschüsse sollen es sein. Sieben als Glückszahl von Rostock, z.B. den sieben Brücken am Strand, den sieben Giebeln auf dem Rathaus und den sieben klingenden Glocken. „Hiermit will das Geschwader auch die Verbundenheit zur Stadt und den Menschen der Region zeigen“, sagt Fregattenkapitän Christoph Ciliax, Kommandeur des Verbandes und fügt an: „Die Soldaten und Soldatinnen fühlen sich in Rostock und Warnemünde besonders wohl und sind hier zuhause.“

Zwei Soldaten auf dem Achterdeck mit Front zur Flagge.

Korvette in den Dienst der Flotte gestellt (Quelle: © 2013 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Modernste Technik

Mit den Korvetten erweitert die Bundeswehr ihre Fähigkeiten für die weltweite Krisenreaktion. Der neuste Schiffstyp der Deutschen Marine stellt einen Quantensprung in der Technik dar. Insbesondere die hohe computergestützte Automatisation mit mehrfach redundanten Systemen ist nicht nur ein Novum in der Deutschen Marine, sondern sucht weltweit seinesgleichen. Dieses System ermöglicht einer vergleichsweisen kleinen Besatzung ein großes Schiff zu betreiben und das über langen Zeitraum ohne Unterbrechung. Korvetten können bis zu 21 Tage ohne Nachversorgung im Hafen in See stehen.

Die Korvette K 130 besitzt vielseitige Fähigkeiten. Hierzu gehören Überwachungs- und Schutzoperationen auf hoher See genauso wie das gezielte Wirken in Küstengebieten. Hierfür ist sie u.a. mit dem Flugkörper RBS 15 ausgestattet. Ein punktgenauer Flugkörper der jüngsten Generation, der mit den Korvetten erstmalig in die Bundeswehr eingeführt wird.

Modernste Computersysteme und Sensorsysteme erleichtern Navigation, Datengewinnung und Zielerfassung und ermöglichen eine deutlich reduzierte Besatzungsstärke. Den besonderen Einsatzbedingungen in Küstennähe wird die Korvette durch eine reduzierte Radar- und Infrarotsignatur sowie durch speziell angepasste Sensoren, Waffen und Kommunikationsanlagen gerecht.

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Stand vom: 23.06.16 | Autor: 


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