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Deutsch-schwedische Marinekooperation: Beginn einer Partnerschaft

Rostock/Warnemünde, 08.03.2017.
Die voriges Jahr angestoßene deutsch-schwedische Marinekooperation nimmt konkretere Formen an. Ein Arbeitsbesuch der Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ in Karlskrona diente der Vorbereitung gemeinsamer Manöver.

Der schwedische Fregattenkapitän Johan Norlén (links) und Fregattenkapitän Sascha Zarthe begrüßen sich an Bord der „Ludwigshafen am Rhein“.

Der schwedische Fregattenkapitän Johan Norlén (links) und Fregattenkapitän Sascha Zarthe begrüßen sich an Bord der „Ludwigshafen am Rhein“ (Quelle: 2017 Bundeswehr / Hannes Borowsky)Größere Abbildung anzeigen

Am 28. Februar war eine deutsche Delegation aus Warnemünde an Bord der „Ludwigshafen am Rhein“ zu ihren Ostseenachbarn aufgebrochen. Neben dem Kommandanten der ECHO-Besatzung waren auch der Kommandeur des 1. Korvettengeschwaders, Fregattenkapitän Sascha Zarthe, und der Leiter des Einsatzausbildungszentrums Korvette, Korvettenkapitän Axel Burmeister an Bord.

Die Mission, die vor dem Kommandanten lag, ist schnell erklärt: Korvettenkapitän Lukaszyk sollte mit seiner Crew die Beziehungen zur Schwedischen Marine weiter ausbauen. Denn zurzeit prüft sein Geschwader die Möglichkeiten, wie es mit den Fachkollegen vom 31. Korvettengeschwader der „Kungliga Flottan“, der schwedischen „Königlichen Flotte“, enger kooperieren kann.

Konkrete Kooperationsfelder identifizieren

Gut zehn Stunden später, im schwedischen Marinestützpunkt Karlskrona, traf Zarthe auf seinen Counterpart, den Kommandeur des schwedischen 31. Korvettengeschwaders, Fregattenkapitän Johan Norlén. Übergeordnetes Ziel beider Kommandeure war es, die Optionen für eine unkomplizierte praktische Zusammenarbeit ihrer beiden Geschwader auszuloten. „Aus unserer Sicht sind wir so etwas wie natürliche Partner“, so Zarthe. „Wir haben ein vergleichbares Waffensystem und eine ähnliche Denkweise. Wir sind förmlich Nachbarn und haben vergleichbare Aufträge in der Ostsee.“ Nun galt es konkret festzustellen, in welchen Bereichen eine Kooperation für beide Seiten einen Mehrwert bringt.

Der Kommandeur des 1. Korvettengeschwaders: Fregattenkapitän Dr. Sascha Zarthe.

Der Kommandeur des 1. Korvettengeschwaders: Fregattenkapitän Dr. Sascha Zarthe (Quelle: 2017 Bundeswehr / Hannes Borowsky)Größere Abbildung anzeigen

Auf der Agenda des Arbeitsbesuchs stand nicht nur das Treffen der Kommandeure, sondern auch diverse Besprechungen weiterer Experten beider Marinen. Sie hatten das Ziel, Absprachen für ein erstes gemeinsames Manöver in der Ostsee zu treffen. Geplant ist, dass bereits in wenigen Wochen eine deutsche Korvette in eine nationale schwedische Übung integriert wird.

Abseits aller formellen Besprechungen hatte sich der schwedische Gastgeber gleich in den Bordalltag der „Ludwigshafen am Rhein“ integriert: Fregattenkapitän Norlén nahm bereits an der Einlaufmusterung der deutschen Besatzung teil und half anschließend, bei frisch beförderten Soldaten die neuen Dienstgradabzeichen anzulegen. Die deutschen Soldaten nutzen die Gelegenheit die schwedische Stealth-Korvette „Härnösand“ zu besichtigen – wo der binationale Expertenaustausch natürlich schon begann.

Am Abend lud die Besatzung dann die schwedischen Kameradinnen und Kameraden zu einem „Ice breaker“ auf die deutsche Korvette ein. In gemütlicher Runde tauschte man sich über die bisher gemachten Eindrücke und die eigenen Erfahrungen in der militärischen Seefahrt aus.

Infobox:

Die engere deutsch-schwedische Marinekooperation hat 2016 mit der „Baltic Commanders Conference“ am 8./9. März begonnen. Die versammelten Marinebefehlshaber der der Ostseeanrainerstaaten, darunter unteranderem Dänemark, Schweden, Polen und Deutschland kamen dabei überein, die Zusammenarbeit ihrer Seestreitkräfte zu vertiefen. Darauf aufbauend vereinbarte der Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Jan C. Kaack, bei einem die Erweiterung der deutsch-schwedischen Kooperation.


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Stand vom: 19.10.17 | Autor: 


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