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Vom Leben an Bord

Kiel, 06.12.2016.
Frühes Aufstehen, eine hohe Belastung im Tagesdienst, aber auch eine enge Gemeinschaft und viele Eindrücke der Welt - Erfahrungen, die Marinesoldaten auf See tagtäglich machen. Eine von ihnen ist Oberleutnant zur See Elisabeth Schröter. Von ihrer Zeit auf dem Hohlstablenkboot „Siegburg“ berichtet sie: „Das Leben an Bord ist spannend und vielseitig, jedoch auch fordernd und anspruchsvoll.“

Frau Oberleutnant zur See Elisabeth Schröter stehend am Pier.

Frau Oberleutnant zur See Elisabeth Schröter am Pier (Quelle: 2016 Bundeswehr / Steve Back)Größere Abbildung anzeigen

Nach Abschluss ihres Abiturs, im Juli 2009, ist die junge Soldatin zur Marine gegangen. „Damals wollte ich einen abwechslungsreichen Beruf mit guten Aufstiegschancen und schnell übertragener Verantwortung“, sagt sie. Nach dem sie die Offizierausbildung sowie das Studium an einer der Bundeswehruniversitäten durchlaufen hatte, besetzte sie ihren Posten als Navigationsoffizier auf dem Hohlstablenkboot „Siegburg“. Dort war es ihre Aufgabe, das Boot zu fahren und die navigatorischen Vorbereitungen für Seefahrten zu koordinieren. Dafür müssen die Date immer auf dem neusten Stand und die Navigationssoldaten fortlaufend weitergebildet werden. „Als Vorgesetzter ist es immer wichtig den Überblick zu behalten“.

Zwischen Anspruch, Spannung und Vielseitigkeit

Als Marinesoldat ist man oft über mehrere Monate auf den Weltmeeren unterwegs. Einsätze im Mittelmeer, aber auch Großmanöver wie BALTOPS und Northern Coasts gehören zum Alltag eines Soldaten an Bord. Nur mit einem klaren Kopf lassen sich die anspruchsvollen Aufgaben im Tagesdienst erfüllen. Da ein Boot auf See rund um die Uhr gefahren wird, wechseln sich die Soldaten in einem festgelegten Wachrhythmus ab. Ein Teil der Soldaten bedient und überwacht alle wichtigen Geräte, der Rest der Besatzung nimmt alltägliche Aufgaben wahr oder hält Nachtruhe. Darüber hinaus sind die Soldaten 24 Stunden in Bereitschaft, um im Falle eines Brandes oder „Mann über Bord“-Manövers sofort reagieren zu können.

Gestärkt als Team

Frau Oberleutnant zur See Schröter bei ihrer Arbeit vor dem Navigationstisch.

Frau Oberleutnant zur See Schröter bei ihrer Arbeit (Quelle: 2016 Bundeswehr / Steve Back)Größere Abbildung anzeigen

Rücksicht und Hilfsbereitschaft sind unerlässlich an Bord“, erklärt Oberleutnant zur See Schröter. Das Hohlstablenkboot „Siegburg“ hat eine Besatzungsstärke von 37 Soldaten, sodass sich die Besatzungsmitglieder untereinander gut kennen, sowohl mit ihren jeweiligen Stärken, als auch den Schwächen. An schlechten Tagen motivieren sich die Marinesoldaten gegenseitig. „Jeder ist auf die Hilfe und gute Zusammenarbeit seiner Kameraden angewiesen“, verdeutlicht die Marinesoldatin.

Wenn die „Siegburg“ sich in ihrem Heimathafen befindet, beginnt der Dienst an Bord um 7 Uhr morgens. Im Hafen gilt für die Besatzung eine 41 Stunden Woche. „Während meiner Zeit an Bord habe ich sehr viel gelernt und mich ständig weiterentwickelt. Oftmals wird man an seine Grenzen gebracht, lernt jedoch auch über sich hinauszuwachsen. Ich blicke auf viele schöne Momente mit meiner Besatzung und tollen Seefahrten zurück. Jedoch ist die Abwesenheit von zu Hause auch eine große Belastung“, zieht Oberleutnant zur See Elisabeth Schröter ein Fazit zu ihrer Zeit auf See.


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Stand vom: 06.12.16 | Autor: 


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