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Marineunterstützungskommando Abteilung „Führungsunterstützung der Marine“

Als Führungsunterstützung wird in der Bundeswehr das Bereitstellen sowie das Betreiben von Systemen und Dienstleistungen der Kommunikations- und Informationstechnik bezeichnet. Dies gibt es nicht nur an Land: Seit Kriegsschiffe zur See fahren, ist es auch hier erforderlich, Informationen zwischen Landstationen und Schiffen, aber auch zwischen Schiffen untereinander zu übertragen, um deren Führung durch Befehlshaber und Kommandozentralen sicherzustellen. Daher der Name Führungsunterstützung. Dieser Informationsaustausch umfasst Befehle und Fragen, Lageberichte, Erfolgs- oder auch Problemmeldungen, Informationen über Freunde und Feinde, deren Absichten, Position, Anzahl und Verhalten.

Das Mehrzweckgebäude der Marinefunksendestelle Marlow aus der Luftperspektive.
Das Mehrzweckgebäude der Marinefunksendestelle Marlow (Quelle: 2015 Marinefunksendestelle Marlow)Größere Abbildung anzeigen

Geändert haben sich die Mittel der Informationsübertragung: Flaggensignale, Codebücher und Morsetaste. Diese findet man heute im Museum. Die schnellen Datenverbindungen und Telefonie über Datenwege sind der Stand der Technik. Wie im häuslichen Büro oder in der Firma gehört der Zugang zum Internet wie auch zu internen Datennetzen zur unverzichtbaren Grundversorgung für die weltweite Aufgabenerfüllung der seegehenden Einheiten der Marine. Neben E-Mails und Sprachverbindungen wird auch auf See das volle Spektrum moderner Zusammenarbeitsverfahren genutzt, von Chat über Blogs, Foren, Wikis, gemeinsamen Dateiablagen bis hin zu Präsentationsgraphiken und Kartendarstellungen. Aber auch die private Verbindung in die Heimat, zu Familie und Freunden per E-Mail, und über soziale Netzwerke ist für den einzelnen Soldaten der Marine mittlerweile gewohnter Standard. Raue Seefahrerromantik zurückliegender Jahrhunderte, als Seeleute sich für unbestimmte Zeit von Zuhause verabschiedeten, ist für den benötigten qualifizierten Nachwuchs im 21. Jahrhundert kein attraktives Angebot mehr.

Übersicht der Standorte auf einer Landkarte mit Legende.
Karte der derzeitigen Standorte (Quelle: Marineunterstüzungskommando)Größere Abbildung anzeigen

Die Abteilung Führungsunterstützung der Marine im Marineunterstützungskommando vertritt hier die Führungskommandos, wie auch die Schiffe und Boote, als zentrale Stelle für die Bereitstellung und Weiterentwicklung der Fähigkeiten. Sie nutzt für die Übertragung von Sprache und Daten Satellitensysteme, die durch zentrale Stellen der Bundeswehr in der Streitkräftebasis wie auch zivile Anbieter bereitgestellt werden. Daneben betreibt sie Einrichtungen für das Senden und Empfangen von Funksignalen im Kurzwellen- und UKW-Bereich in den küstennahen Bundesländern, die Steuerung der Datenströme über all diese Verbindungen, aber auch den technischen Betrieb und die Wartung. Ebenso fallen die Nutzerberatung und die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Fähigkeiten in die Verantwortung der Abteilung Führungsunterstützung, aber auch der Schutz der sensiblen Informationen durch Anwendung zeitgemäßer Verschlüsselungstechnologien.

Die zahlreichen Einrichtungen in der Verantwortung der Abteilung, wie Sende- und Empfangsstellen, Rechenzentrum und Kommunikationszentrale sind regional gegliedert zwei Führungsunterstützungszentren zugeordnet. Diese stellen neben der Verbindung zur Marine- und Bundeswehrführung auch die Schnittstelle zwischen dem internen Datennetz (Intranet) der Bundeswehr und den seegehenden Einheiten, wie Ubooten, Korvetten oder Fregatten dar.

Die Drehstand-Antenne in Marlow ist weltweit nahezu einmalig.
Weltweit nahezu einmalig: Drehstand-Antenne in Marlow (Quelle: 2015 Marinefunksendestelle Marlow)Größere Abbildung anzeigen

Das Marineführungsunterstützungszentrum 1, mit Sitz in Glücksburg bei Flensburg, betreibt das Marinefernmeldezentrum sowie die Einrichtungen und technischen Anlagen der Führungsunterstützung der Marine in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Zentrale des Informationsverbundes der Marine ist der in Glücksburg befindliche „Fleet Entry Point“ (FEP), das zentrale Betriebsführungselement und der Netzknoten der Marine. Aus dem FEP können alle landseitig angeschlossenen Sende- und Empfangsanlagen der Marine gesteuert werden. Er ermöglicht die Informationsversorgung der seegehenden und fliegenden maritimen Einheiten.

Die Längstwellen-Funksendestelle in Rhauderfehn.
Längstwellen-Funksendestelle Rhauderfehn (Quelle: Marineunterstützungskommando)Größere Abbildung anzeigen

Das Marineführungsunterstützungszentrum 2 hat seinen Sitz in Saterland/ Ramsloh und führt die landseitigen Sende- und Empfangsanlagen im Regionalbereich Niedersachsen und Helgoland. Hier wird auch die Längstwellen-Funksendestelle Rhauderfehn für die NATO betrieben. Ihre acht im Moor aufgestellten Antennen sind mit einer Höhe 352,5m, nach dem Berliner Fernsehturm, die zweithöchsten Bauwerke in Deutschland. Diese Sendeanlage dient der Funkkommunikation mit getauchten deutschen Ubooten und solchen aus NATO-Marinen.


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Stand vom: 20.11.17 | Autor: 


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