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„Toate pânzele sus!“ für die „Mircea“

Souda/ Kreta, 18.09.2017.

„Alle Segel setzen!“ oder „Toate pânzele sus“ heißt es für die Besatzung zum 2. Törn auf dem rumänischen Segelschulschiff „Mircea“. Nach einem letzten Blick auf die Kathedrale in Palma de Mallorca beginnt die 9-tägige Überfahrt nach Souda auf Kreta.

Seitenansicht eines weißen Segelschiffes in See
Das rumänische Segelschulschiff „Mircea“ in See (Quelle: 2017 Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Vortopp und Großtopp klar zum Manöver!“- noch bevor die Befehle der Ausbilder ganz verhallt waren, eilten die Offizieranwärter auf ihre Stationen und hielten sich klar zum Segel setzen. Zu Beginn der Seefahrt stand der Wind ungünstig, sodass zum Segeln viel gebrasst werden musste, um den Wind optimal nutzen zu können. Das stärkte allerdings nicht nur den Kameradschaftsgeist, sondern förderte das Durchhaltevermögen der Crew.

Die Flaute vor Sardinien wurde zum gemeinschaftlichen Kutterpullen genutzt, um den Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Nationen zu stärken. Für viele war es ein persönliches Highlight, in einem kleinen Kutter auf dem Meer den Delfinen ganz nah zu sein.

Ein großes, weißes Segelschiff ankert in See darum herum schwimmen einige Ruderboote.
Kutterpullen auf der „Mircea“ (Quelle: 2017 Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Von Flaute zur Brise

Mit der Fahrt kam auch der Wind. Die anstrengenden und fordernden Zeiten der See-fahrt spiegelten sich in den Gesichtern der jungen Soldaten wieder. Seegang und Krängung, oder auch Schlagseite, werden Begriffe sein, die den Offizieranwärtern noch lange in Erinnerung bleiben werden. Die eine oder andere Welle kam über die Reling, überspülte das Hauptdeck und durchnässte auch so manche Uniform. Die letzten Seetage standen hauptsächlich im Zeichen der Handarbeit: wie viele Generationen zuvor, nähte jeder seinen eigenen Seesack und mit einer handgeknüpfte Fußmatte wurde auch eine rumänische Tradition aufrechterhalten. Die Crew fertigte mit ihrem neu erlernten Seemannswissen auch kleine Schlüsselanhänger und Souvenirs für ihre Familien.

Zwischen den Tauen eines Segelschiffes sieht man den Sonnenuntergang.
Sonnenuntergang auf dem rumänischen Segelschulschiff (Quelle: 2017 Bundeswehr / Carsten Rosenke)Größere Abbildung anzeigen

Vor dem Einlaufen in Souda wurden dann die Segel für diesen Abschnitt der Reise geborgen und das Schiff für den Hafen vorbereitet. Aus den fast schon gewohnten Seewachen wurden Hafenwachen und alle freuten sich über den festen Boden unter ihren Füßen. Die Tage im Hafen nutze die Besatzung, um die Insel zu erkunden und den nahegelegenen NATO-Stützpunkt zu besuchen.

Für die Überfahrt nach Constanta werden zwei neue Mitglieder in den Reihen der Besatzung willkommen geheißen: zwei griechische Offizieranwärter werden den letzten Teil der Reise mitfahren. Am Sonntag haben die beiden dann auch erstmals die Möglichkeit, aktiv an der Ausbildung teilzunehmen, denn dann heißt es wieder:

„Toate pânzele sus!“


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Stand vom: 20.11.17 | Autor: 


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