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Im Zweiten Weltkrieg

Offizieranwärter auf dem Gelände der Marineschule während des 2. Weltkrieges.

Offizieranwärter im 2. Weltkrieg (Quelle: Marineschule Mürwik)Größere Abbildung anzeigen

Die Kriegsjahre

Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges machte eine schnelle Umstellung und Erweiterung der Ausbildung notwendig, um den wachsenden Bedarf der Kriegsmarine an Offizieren decken zu können. Als Notunterkünfte entstanden so weitere Barackenlager. Im Mai 1943 wurde die Marineschule in Marinekriegsschule umbenannt. Inzwischen hatte die Schule die Grenze ihrer Ausbildungskapazität erreicht.

Bereits ab 1942 wurde die Hälfte jeder Crew in Meierwik untergebracht und dort auch ausgebildet. 1944 entstanden in Schleswig, Heiligenhafen und Husum zusätzliche selbstständige Marinekriegsschulen. In den letzten Kriegswochen des Jahres 1945 wurde das Hauptgebäude der Marineschule als Lazarett genutzt. Die Fähnriche standen mit ihren Ausbildungsoffizieren im infanteristischen Einsatz an der Front.

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Großadmiral Karl Dönitz übernahm am 1.Mai 1945 die Führung der letzten deutschen Reichsregierung und verlegte zwei Tage später sein Hauptquartier in das Gelände der Marineschule.

Großadmiral Karl Dönitz (Quelle: Marineschule Mürwik)Größere Abbildung anzeigen

Die letzten Kriegswochen

Kurz vor Kriegsende wurde die Marineschule noch das letzte politische und militärische Führungszentrum des zusammenbrechenden Dritten Reiches. Vor seinem Tode am 30. April 1945 hatte Hitler in seinem politischen Testament den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dönitz, zu seinem Nachfolger ernannt. Dönitz übernahm am 1.Mai 1945 die Führung der letzten deutschen Reichsregierung und verlegte zwei Tage später sein Hauptquartier in das Gelände der Marineschule.

Als Sitz der ohnmächtigen und weitgehend bedeutungslosen "Reichsregierung" diente die Sportschule. Von hier aus wies Dönitz u.a. seine Emissäre Keitel, Stumpf und von Friedeburg an, die bedingungslose Gesamtkapitulation zu unterzeichnen. Von hier wurde aber auch die letzte Phase der Rettung von insgesamt ca. zwei Millionen Flüchtlingen und Verwundeten über See aus dem schon besetzten Osten des Reichsgebietes organisiert.

Nach der bedingungslosen Kapitulation am 8. und 9. Mai 1945 blieb die Reichsregierung zunächst noch unbehelligt. Erst am 23. Mai wurde sie durch britische Truppen verhaftet. Wenige Tage zuvor hatte die Marineschule durch einen tragischen Unglücksfall ihren letzten Kommandeur verloren. Kapitän zur See Lüth war in der Nacht zum 14. Mai von einem deutschen Posten auf dem Gelände der Marineschule irrtümlich erschossen worden. Er hatte offensichtlich den Anruf des Postens überhört. Kapitän zur See Lüth wurde noch am 16. Mai mit militärischen Ehren beigesetzt. Ein Gedenkstein am Sportplatz erinnert an dieses Ereignis.

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Stand vom: 23.06.16 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.ueberuns.markdo.schulen.msm.uebermsm.geschichte.zweiterwow