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Zwischen den Kriegen

Angetretene Soldaten auf dem Gelände der Marineschule zwischen 1918 und 1939

Angetretene Soldaten (Quelle: Marineschule Mürwik)Größere Abbildung anzeigen

Revolutionäre Wirren

Die deutsche Niederlage im November 1918 führte zum Zusammenbruch der Monarchien in Deutschland – die Weimarer Republik entstand. Aufgrund der revolutionären Wirren musste auch die Marineschule ihren Ausbildungsbetrieb einstellen. 1919/20 diente das Gebäude zunächst als Unterkunft für britische Truppen, welche die Abstimmung im deutsch-dänischen Grenzgebiet zu überwachen hatten. Erst nachdem die Volksabstimmung ergeben hatte, dass der Raum Flensburg bei Deutschland verblieb, wurde im September 1920 erneut der Ausbildungsbetrieb an der Marineschule aufgenommen.

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Reitstaffel der Marineschule zwischen den Weltkriegen

Reitstaffel der Marineschule (Quelle: Marineschule Mürwik)Größere Abbildung anzeigen

Die Weimarer Republik

Die Land- und Seestreitkräfte der Weimarer Republik wurden durch den Friedensvertrag von Versailles auf einen Bruchteil des Umfangs der bewaffneten Macht des kaiserlichen Deutschlands begrenzt. Der Personalbedarf der kleinen Reichsmarine war daher deutlich geringer als jener der Kaiserlichen Marine.

Um das Gebäude und die Ausbildungseinrichtungen der Marineschule trotzdem voll ausnutzen zu können, wurden zusätzlich zu den Seeoffizieren, Marineoffiziere anderer Laufbahnen, wie z.B. Ingenieuroffiziere und Zahlmeister, in Mürwik ausgebildet. Dieser Teil der Ausbildung wurde "Fähnrichschule" genannt. Darüber hinaus übernahm die Schule die Aus- und Weiterbildung von Unteroffizieren der Steuermannslaufbahn ("Seemännische Schule"), sowie die Sportlehrgänge der Marine.

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Als provisorische Unterkünfte wurden 1936 nördlich der Schule Baracken gebaut

Das Barackenlager von 1936 (Quelle: Marineschule Mürwik)Größere Abbildung anzeigen

Aufrüstung unter Hitler

Als die damalige Reichsmarine und spätere Kriegsmarine nach 1933 im Zuge der allgemeinen Aufrüstung unter Hitler erheblich vergrößert wurde, wuchs auch der Umfang des auszubildenden Personals an der Marineschule mit. Die Gebäudeinfrastruktur zeigte sich dieser Entwicklung bald nicht mehr gewachsen. Als provisorische Unterkünfte wurden deshalb 1936 auch nördlich der Schule Baracken errichtet, die noch heute existieren und benutzt werden.

Bei diesem Relikt handelt es sich um das sogenannte "Trampedachlager". Dieses Barackenlager ist nach Korvettenkapitän Trampedach benannt, der bis 1938 Kompanieführer einer Fähnrichskompanie gewesen war und am 22. Februar 1940 als Kommandant des Zerstörers MAX SCHULTZ in der Nordsee sein Leben verlor. Ebenfalls 1937 entstand die Sportschule mit den großzügigen Sportanlagen, ein Jahr später eine besondere Maschinenhalle für die Ausbildung der Ingenieuroffizieranwärter.

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Stand vom: 23.06.16 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.ueberuns.markdo.schulen.msm.uebermsm.geschichte.zwischenwow