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Hoher Besuch an der Marinetechnikschule

Parow, 26.01.2018.

Am Mittwoch besuchte der Stellvertreter des Inspekteurs der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte, Vizeadmiral Rainer Brinkmann die Marinetechnikschule (MTS) in Parow. Er besichtigte die technologiegestützten Ausbildungsanteile und sprach über die Weiterentwicklung dieser.

Ein hoher Offizier lächelt und tut so als würde er einen historischen Schiffsmotor ölen.
Wer gut schmiert der gut fährt – Admiral Brinkmann am letzten noch heute betriebenen Zwei-Zylinder-MAN-Einblase-Diesel von 1913 (Quelle: Marinetechnikschule/2018 Bundeswehr / Sebastian Landgraf)Größere Abbildung anzeigen

Der Kommandeur der MTS Parow, Kapitän zur See Michael Möding, begrüßte Admiral Brinkmann persönlich. Dabei konnte er sich von den modernen Ausbildungsmöglichkeiten an der Marineschule überzeugen. Im Fachbereich Marinewaffentechnik wurden ihm die simulationsgeführte Ausbildung am Marineleichtgeschütz (MLG) und die computerunterstützte Ausbildung am schweren Maschinengewehr (HMG) vorgestellt.

Ein hoher Offizier sitzt an einem grauen Gerät mit einem Bildschirm und einem Steuerpult, ein zweiter Offizier steht überwachend neben ihm.
Admiral Brinkmann testet den Schülerarbeitsplatz für die Befehls- und Meldesprache im Simulator des Marineleichtgeschützes (Quelle: Marinetechnikschule/2018 Bundeswehr / Sebastian Landgraf)Größere Abbildung anzeigen

Kapitänleutnant Paul Zähringer, Truppenfachlehrer für die Bedienerausbildung am MLG, erläuterte die Vorteile der simulationsgeführten Ausbildung. „Die Simulation ermöglicht dem Lehrgangsteilnehmer neben der richtigen Bedienung auch die korrekte Befehls- und Meldesprache zu erlernen. Dazu können wir mit dieser Anlage unterschiedliche Bekämpfungsverfahren darstellen“, erklärt der Ausbilder. Ob Regen, Sonne, Sturm oder extremer Wellengang – in der Ausbildung können alle Situationen für die angehenden Bediener eingespielt werden. Admiral Brinckmann zeigte sich begeistert von den Möglichkeiten und schlüpfte spontan in die Rolle eines Schülers. Konzentriert durchlief er das Szenario und erreichte erfolgreich sein „Lehrgangsziel“.

Ein Offizier erklärt einen Nachbau eines schweren Maschinengewehrs eines Marineschiffes. Neben ihm steht ein weiterer Offizier.
Kapitänleutnant Lutz Lehmann, Fachlehrer Waffentechnik, erläutert Admiral Brinkmann die Munitionsaufnahme beim schweren Maschinengewehr (HMG) (Quelle: Marinetechnikschule/2018 Bundeswehr / Sebastian Landgraf)Größere Abbildung anzeigen

Die computerunterstützte Ausbildung am HMG stellt einen weiteren Schwerpunkt in der praxisorientierten Schulung der Marinesoldaten dar. Kapitänleutnant Lutz Lehmann, Fachlehrer Marinewaffentechnik an der MTS, betonte die Vorzüge der modernen Schulungsmethoden. „So können wir die Verfahrensabläufe und Automatismen für den Einsatz an Bord originalgetreu abbilden“, sagt der erfahrene Marinesoldat. Besonders die methodische Vielfältigkeit der Ausbildung beeindruckte Brinckmann. „Die Zeiten wo viele Schüler um den Ausbildern standen und der Blick auf die Technik sehr eingeschränkt war, sind mit der computergestützten Ausbildung vorbei“, erläuterte der Admiral.

Die Ausbildung am Schiffstechnischen Leitstand

Einige Soldaten in einem Unterrichtsraum. Im Raum stehen Tische mit Computern, mehrere Steuerpulte und an die Wand wurden zwei Pläne projiziert.
Teamarbeit – Admiral Brinkmann taucht gemeinsam mit den Lehrgangsteilnehmern in die Ausbildung des Steuerungssystems der Fregatten der F-125-Klasse ein (Quelle: Marinetechnikschule/2018 Bundeswehr / Sebastian Landgraf)Größere Abbildung anzeigen

Im Fachbereich Schiffstechnik wurde dem stellvertretenen Inspekteur die computerunterstützte Ausbildung am Schiffstechnischen Leitstand der Fregatten der „Sachsen“-Klasse F-124 aufgezeigt. Ob Pumpen, Ventile oder leistungsstarke Motoren – der Schüler kann das Zusammenspiel und die Funktionsweise der schiffstechnischen Elemente gezielt verfolgen und jederzeit eingreifen. Fregattenkapitän Rainer Fankhänel, Ausbilder in der Simulation, erklärt: „Die Darstellung der unterschiedlichen Medien, Öl, Wasser, Kraftstoff, wird durch das Ausbildungsprogramm zusätzlich farbig unterstützt und sorgt bei den Schülern für ein verbessertes Verständnis der technischen Abläufe“. Die Anforderungen an die Fregatten sind mit den weltweiten Veränderungen gestiegen. Um diesen, besonders technischen, Auswirkungen gerecht zu werden, werden an der MTS die zukünftigen Besatzungsmitglieder der neuen „Baden-Württemberg“-Klasse F-125 im Bereich Schiffstechnik ausgebildet. Hier wurde dem Admiral Brinkmann die simulationsbasierte Ausbildung am Leitstand vorgestellt. Er tauchte dabei in die laufenden Unterrichte der Lehrgangsteilnehmer ein und konnte mit den Schülern hautnah die Ausbildung verfolgen.

Ein Gruppenbild - Sieben Offiziere stehen vor einem historischen Schiffsmotor.
Admiral Brinkmann mit dem Führungskreis der Marinetechnikschule Parow vor dem letzten noch heute betriebenen Zwei-Zylinder-MAN-Einblase-Diesel von 1913 (Quelle: Marinetechnikschule/2018 Bundeswehr / Sebastian Landgraf)Größere Abbildung anzeigen

Den künftigen Schiffstechnikern der Fregatten der F-125-Klasse stehen hochmoderne Simulationsanlagen an der MTS zur Verfügung, die eine realistische Schulung ermöglichen. So können die Soldaten auch in Zukunft mit dem guten Gefühl, eine hochwertige Ausbildung genossen zu haben, in die Einsätze gehen.


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Stand vom: 26.01.18 | Autor: 


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