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Granatpistole

Die Granatpistole 40 mm ist eine Handwaffe im Kaliber 40 mm x 46, die zum Verschuss von Spreng-/Splitter- und Sprenghohlladungspatronen sowie von nicht letalen Wirkmitteln (NLW) eingesetzt wird.

Sie ist ein Einzellader mit Kipprohrverschluss, gezogenem Rohr und ausziehbarer Schulterstütze. Als Zieleinrichtung dient ein Klappvisier für Kampfentfernungen von 50 m und 100 m bzw. ein Leitervisier für Kampfentfernungen von 150 m bis 350 m. Mit der Granatpistole können bis zu einer Entfernung von 350 m auch ungepanzerte Ziele in oder hinter Deckungen bekämpft werden.

Gefechtsmunition

Die Spreng-/Splitterpatrone wird entweder über die Aufschlagzündeinrichtung oder über die Selbstzerlegeeinrichtung zur Wirkung gebracht. Die Wirkung im Ziel ähnelt der einer Handgranate. Nach der Detonation werden circa 600 schrotförmige Splitter freigesetzt. Der Wirkungsradius liegt bei etwa 4 bis 5 m. Die Sprenghohlladungspatrone befähigt den abgesessen kämpfenden Soldaten:

  • Feind hinter Mauern oder in Gebäuden zu bekämpfen (Scharfschützen/MG-Stellungen)
  • Türen, einfache Verbarrikadierungen und Fenstern zu öffnen
  • gegen Feind in Stellungen/Feldbefestigungen zu wirken
  • Feind in und auf leicht gepanzerten Fahrzeugen zu bekämpfen und die Fahrzeuge zu zerstören (Durchschlagsleistung: 7,5 cm Panzerstahl, 24 cm Hartklinker)

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Technische Daten

Granatpistole Kaliber 40 mm

Einführungsjahr

1974

Kaliber

40 mm

Gesamtlänge

  • Schulterstütze eingeschoben: 463 mm
  • Schulterstütze ausgezogen: 683 mm

Gesamtgewicht mit Trageriemen

2,76 kg

Rohrlänge

356 mm

Länge der Visierlinie

342 mm

Dralllänge

1210 mm
Anzahl der Züge 6
Einsatzentfernung bis 350 m

Visiereinstellungen

  • Klappvisier 50, 100 m
  • Leitervisier 150, 200, 250, 300, 350 m
Größte Schussweite circa 400 m

Gefahrenbereich

circa 1700 - 2000 m

Geschossgeschwindigkeit an der Mündung

circa 79 m/s

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Stand vom: 23.06.16 | Autor: 


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