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Der Einsatzgruppenversorger (EGV)

Das Schiff - Full Service für die Flotte

Versorgung in See - Einsatzgruppenversorger versorgt zwei Fregatten gleichzeitig. Hier sind es eine Fregatte 122 und eine Fregatte 123.

Einsatzgruppenversorger „Berlin“ beim Seeversorgungsmanöver (Quelle: Bundeswehr / Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Der Einsatzgruppenversorger der „Berlin“-Klasse ist ein Versorgungsschiff der Marine, das die Aufgabe hat, Kampfschiffe einer Marine-Einsatzgruppe auf See unabhängig von einem Hafen mit den erforderlichen Nachschubgütern zu versorgen.

Im Wesentlichen gehören dazu Kraftstoff und Öl, Frischwasser, Proviant, Munition und Verbrauchsgüter. Der Kraftstoffvorrat des Schiffes für den Eigenbedarf und zur Abgabe an andere Einheiten beträgt ca. 9.500 . Die an Bord verfügbare Frischwassermenge wird aus eigenen Frischwassererzeugern (Tagesleistung: 25 ) permanent ergänzt. Aus diesem Vorrat, der den Eigenverbrauch des Schiffes weit übersteigt, kann Wasser an andere Einheiten abgegeben werden.

An Proviant können ca. 230 t in unterschiedlichen Stauräumen (z.B. Tiefkühllasten und Trockenproviant-Lageräumen) mitgeführt werden. Zusätzlich verfügt das Schiff an Oberdeck über Stellplätze für zwölf der üblichen seeverlastbaren Standard-20 FT-Container. Es ist möglich, sämtliche Versorgungsgüter auf See in Fahrt mittels speziellem Geschirr an andere Einheiten zu übergeben. Im Hafen verfügt das Schiff über eigenes Ladegeschirr, um den Umschlag von Gütern unabhängig von einer Hafeninfrastruktur durchführen zu können.

Der „Sea King“ Hubschrauber unterstützt die Minentaucher beim Training zur Rettung von Schiffbrüchigen.

Unterstützung durch den „Sea King“ (Quelle: 2015 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

„Sea King“ MK 41 - Fliegende Engel

Die zwei an Bord mitgeführten Hubschrauber vom Typ „Sea King“ MK 41, die primär für den Rettungseinsatz vorgesehen sind, können ebenfalls genutzt werden, um Versorgungsgüter auf andere Einheiten oder an Land zu transportieren.

Im Rettungseinsatz kann der „Sea King“– Rettungshubschrauber sechs liegende oder 18 sitzende Patienten befördern. Er ist zusätzlich mit einer Rettungswinde ausgerüstet, die es ihm ermöglicht, ohne zu landen Personen an Bord zu nehmen oder abzusetzen.

Operation im Marineeinsatzrettungszentrum

Operation im Marineeinsatzrettungszentrum (Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine)Größere Abbildung anzeigen

Rettungszentrum See - OP auf See

Der Einsatzgruppenversorger der „Berlin“-Klasse führt ein Rettungszentrum See mit, dessen Behandlungskapazität primär darauf ausgelegt ist, die Besatzungsangehörigen der in See befindliche Einsatzgruppen der Marine adäquat medizinisch zu versorgen.

Das Rettungszentrum See besteht aus einer Kombination schiffsfester Einbauten sowie containerisierter Funktionseinheiten. Die 41 Krankenbetten und die vier Betten zur intensivmedizinischen Versorgung sind im Schiffsinneren des Einsatzgruppenversorgers untergebracht. Die eigentlichen Behandlungseinheiten befinden sich in einem zweilagigen Containersystem an Oberdeck.

Hier sind die zwei Operationssäle, die Röntgeneinrichtung, die Zahnstation und die Labore untergebracht.
Insgesamt handelt es sich um eine hochfunktionale, moderne medizinische Behandlungseinrichtung, die aber trotz der containerisierten Zusammenstellung nur an Bord und nicht autark an Land betrieben werden kann, da zahlreiche technische Schnittstellen mit dem Schiff erforderlich sind.

Das Rettungszentrum See wird von einem 45-köpfigen Spezialisten-Team (medizinisches Fachpersonal) betrieben. Angepasst an die zu erwartende Situation im Einsatzgebiet gehören zu diesem Sanitätspersonal neben Chirurgen, Anästhesisten, Zahnarzt und Laborpersonal auch ein Tropenmediziner, ein Kinderarzt sowie ein Gynäkologe.

Einsatzgruppenversorger Klasse 702 - Leistungsfähige Unterstützung für die Flotte

Einsatzgruppenversorger Klasse 702 - Leistungsfähige Unterstützung für die Flotte (Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine)Größere Abbildung anzeigen

Hilfe im Verbund

Die besondere Wirkung des Schiffes im Katastropheneinsatz ergibt sich aus der flexibel nutzbaren Kombination von funktionsfähiger Führungs- und Fernmeldeinfrastruktur, umfassender Versorgungsmöglichkeit mit allen lebensnotwendigen Artikeln sowie der bereits dargestellten medizinischen Leistungskomponente.

Diese Fähigkeiten können mobil an allen Orten vor der Küste unabhängig von einer an Land vorhandenen Infrastruktur zum Einsatz gebracht und entsprechend der Anforderungen schnell verlegt werden.


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Stand vom: 25.01.17 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.waffenun.hilfsfah.einsatzg.dereinsa