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Versorgung im Einsatz
Die Einsatzgruppenversorger der „Berlin“-Klasse sind die größten Schiffe der Marine

Auftrag und Einsatz

Der Einsatzgruppenversorger „Berlin“ in voller Fahrt.

EGV „Berlin“ von der Steuerbordseite (Quelle: 2014 Bundeswehr / Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Die Aufgabe der Schiffe der „Berlin“-Klasse besteht in der Versorgung von Schiffen in Hoher See. Dadurch ist deren Seeausdauer von 21 Tagen auf 45 Seetage deutlich erhöht worden. Im einzelnen nehmen die Einsatzgruppenversorger folgende Aufgaben wahr:

  • Versorgung der Einsatzgruppen mit Munition, Betriebsstoffen und Lebensmitteln
  • Sicherstellung der sanitätsdienstlichen Unterstützung durch
  • Sanitätscontainer an Bord für bis zu 50 Verwundete
  • Unterbringung und Betrieb von zwei Hubschraubern „Sea King
  • Entsorgung der Einsatzgruppen von Abwasser und Müll

Im Dienst der Flotte

Die beiden Einsatzgruppenversorger stellen die einsatzdirekte und weltweite Unterstützung von schwimmenden Verbänden der Marine sicher. Aufgrund der Leistungsfähigkeit der beiden Versorgungsschiffe haben die zugeordneten anderen maritimen Einheiten nun eine Seeausdauer von bis zu 45 Tagen. Landunabhängige Transits von Flotten-Einheiten bis zu 30.000 Kilometer sind möglich.

Die beiden EGV versorgen Kriegsschiffe in See mit Kraftstoff, Öl und Fetten, Wasser, Proviant, Marketenderwaren und Munition. Darüber hinaus stellen sie den Transport und Umschlag von 84 20-Fuß-Containern und last but not least eine umweltgerechte Abfallentsorgung sicher. Zum Leistungsumfang gehören daneben auch noch die Bevorratung und Auslieferung von Ersatzteilen einschließlich des Sanitätsmaterials, sowie technischer und medizinischer Gase.

Sanitätseinrichtungen

Sie verfügen über eine Sanitäts-Station mit 24 intensivfähigen Betten für Verletzte und Kranke. Insgesamt 45 Patienten können durch das Zusammenwirken mit dem einsatzabhängig an Bord installiertem Rettungszentrum See versorgt werden. Zum Betrieb des Rettungszentrums schiffen sich dann zusätzlich Sanitätssoldaten ein.

Bei Bedarf können die Einsatzgruppenversorger außerdem auch zur Führungsplattform umgerüstet werden. Bis zu zwei Hubschrauber werden im Hangar untergebracht und gewartet, wobei das Landedeck auch den Einsatz größerer Helikopter ermöglicht.

Versorgt werden die Kriegsschiffe über zwei Seeversorgungsstationen. Die Nassversorgung (Kraftstoffe, Wasser) ist zusätzlich auch über Bug-Heck-Schlauchverbindungen möglich. Schließlich können die EGV auch noch für Routine-Transporte, z.B. Munitionsumschlag, eingesetzt werden.


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Stand vom: 25.01.17 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.waffenun.hilfsfah.einsatzg.versorgung