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Minenjagdboot „Kulmbach“-Klasse (MJ 333)

Im Zeitraum von 1999 bis 2001 wurden fünf schnelle Minensuchboote der „Hameln“-Klasse (SM 343) zum Minenjagdboot der „Kulmbach“-Klasse (MJ 333) umgebaut. Der als Einheitsplattform entwickelte Schiffskörper der Minensuch- und Minenjagdboote wurde nur geringfügig modifiziert und der neuen Aufgabe und Ausrüstung angepasst. Jedoch wurde die Vorgehensweise zur Bekämpfung von Minen vollends verändert. Nicht mehr das Zündsystem der Mine ist von Bedeutung, sondern die Form und Ortbarkeit des Minenbehälters ist jetzt die bestimmende Größe.

Das Minentauchereinsatzboot „Rottweil“ und das Minenjagdboot „Passau“ liegen im Päckchen.

„Rottweil“ und „Passau“ im Päckchen (Quelle: © 2012 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Wie die „Frankenthal“-Klasse verfügt das Minenjagdboot der „Kulmbach“-Klasse (MJ 333) über eine Unterwasserortungsanlage (Sonar), die minenähnliche Objekte ortet und durch den Einsatz der kompakten Minenjagddrohne, „Seefuchs“ genannt, identifiziert.

Der „Seefuchs“ fährt weitgehend automatisch zur Mine und verfügt über ein Nahbereichssonar sowie eine eingebaute Videokamera, mit denen sich das minenähnliche Objekt genau identifizieren lässt. Die Einwegdrohne „Seefuchs“ besitzt eine eingebaute Sprengladung, durch diese die Mine bekämpft wird. So können Minen aller Bauarten und Zündmechanismen wirksam bekämpft werden. Im Bedarfsfall können auch Minentaucher eingesetzt werden, um z.B. Minen in der Näher von Unterwasserinstallationen zu entschärfen und von einer Sprengung aus dem Gefahrenbereich zu verziehen.

Neben der Minenjagd sind die Einheiten auch befähigt, eine größere Anzahl von Minen zu legen und können durch ihre Lagedarstellungs- und Ortungsmittel gut in den Gesamtverbund der Flotte eingebunden werden. Die Boote gehören der Einsatzflottille 1 an. Sie sind in Kiel stationiert.

Technische Daten

  • Maße (Länge /Breite /Tiefgang): 54,4 m / 9,2 m / 2,5 m
  • Einsatzverdrängung : 635 t
  • Geschwindigkeit: ca. 18 kn

Antriebsanlage

  • Leistung: 4.480 kW (6.092 PS)

Bewaffnung

  • 1x 27 mm Marineleichtgeschütz
  • 2x Fliegerfaust 2 „Stinger“
  • Minenjagddrohne „Seefuchs“
  • Minenlegekapazität

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Ausrüstung

  • Navigationsradar
  • GPS-Navstar
  • Digitaler Navigationsdatenverteiler
  • PALIS Lagedarstellung- und Übertragungssystem
  • M 20/2 Feuerleitanlage

Besatzung

  • 37

Einheiten

Einheiten, Geschwader und Standorte
NameGeschwaderStandorte
M 1090 „Pegnitz“3. MinensuchgeschwaderKiel
M 1096 „Passau“3. MinensuchgeschwaderKiel
M 1098 „Siegburg“3. MinensuchgeschwaderKiel


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Stand vom: 09.02.17 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.waffenun.museumsh.minenabwehr.kulmbach