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Minentaucherboot „Mühlhausen“

Das Minentaucherboot „Mühlhausen“wurde als Einsatzplattform für seegestützte Minentauchergruppen sowie zur Unterstützung von Ausbildungsvorhaben wie der Spreng- und Boardingausbildung eingesetzt. Es war den Spezialisierten Einsatzkräften Marine unterstellt.

Minentaucherboot MÜHLHAUSEN M 1052 in See.

Minentaucherboot MÜHLHAUSEN (Quelle: © Bundeswehr / Archiv )Größere Abbildung anzeigen

Das Minentaucherboot „Mühlhausen“wurde 1966 bei der Burmester Werft in Bremen gebaut. Ursprünglich diente es als Prototyp für einen neuen Hochseeminensucher. Das Boot wurde jedoch als Erprobungsboot mit Zivilbesatzung 1967 in Dienst gestellt. Benannt wurde es nach dem Marinebaudirektor der kaiserlichen Marine, Walther von Ledebur.

Nach der Außerdienststellung des Minentaucherboot „Stier“entstand in der damaligen Marineführung die Idee, die „Walther von Ledebur“ zum Minentaucherboot umzubauen und wieder in den aktiven Dienst zurückzuführen. 1995 wurden die Umbauarbeiten auf der Peene-Werft Wolgast beendet und das Boot, diesmal mit einer militärischen Besatzung, unter dem Namen „Mühlhausen“wieder in Dienst gestellt.

Seitdem unterstand die „Mühlhausen“der Waffentauchergruppe. Im Sommer 2003 wurden dann im Standort Eckernförde die "Spezialisierten Einsatzkräfte Marine" aufgestellt. Seitdem wurde das Minentaucherboot „Mühlhausen“zu Ausbildungszwecken, zum Beispiel zur Spreng-, Boarding- und Taucherausbildung, eingesetzt. Aus diesem Grund, wechselte auch die Unterstellung des Minentaucherboot „Mühlhausen“von der Waffentauchergruppe zu den Spezailisierten Einsatzkräften Marine.

Die „Mühlhausen“war die erste Einheit der Marine, die nach der Wiedervereinigung den Namen einer Stadt aus den neuen Bundesländern erhalten hat. Bereits vor der Indienststellung wurde auf Beschluss des Stadtrates der thüringischen Stadt Mühlhausen am 1. Dezember 1994 eine Patenschaft mit dem Minentaucherboot „Mühlhausen“beschlossen.

Das Boot verfügt über einen kompletten Rumpf aus Holz, was es unter den damaligen technischen Möglichkeiten besonders vor magnetischen Minen schützte. Bis zu ihrer Außerdienststellung war die „Mühlhausen“das größte, im aktiven Dienst stehende Kriegsschiff der Welt aus geleimter Holzbauweise.

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Technische Daten

  • Länge: 63,16 m
  • Breite: 10,84 m
  • Tiefgang: 2,90 m
  • Verdrängung: 854 BRT
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Ausrüstung

  • 1 x Taucherdruckkammer für sechs Personen
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Besatzung

  • 34 Soldaten Stammbesatzung + bis 15 Soldaten eingeschifftes Personal

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Einheiten

Einheiten, Geschwader und Standorte
NameGeschwaderHeimathafen
M 1052 „Mühlhausen“Spezialisierte Einsatzkräfte Marine Eckernförde

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Stand vom: 23.06.16 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.waffenun.museumsh.minenabwehr.muehlhausen