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Historisch-Taktische Tagung der Marine 2019 über „See.Krieg.Führung.“

Dobbin-Linstow, 11.01.2019.

Vom 9. bis 11. Januar 2019 fand in Dobbin-Linstow (Landkreis Rostock) die 59. Historisch-Taktische Tagung der Marine (HiTaTa) statt. Unter dem Generalthema „See.Krieg.Führung.“ ging es in neun Fachvorträgen um operativ-strategisches Denken in deutschen Marinen.

Kapitänleutnant Möde stellte auf der HiTaTa den Querdenker Wolfgang Wegener vor (Quelle: 2019 Bundeswehr / Steve Back)Größere Abbildung anzeigen

Auf Einladung von Vizeadmiral Rainer Brinkmann (Stellvertreter des Inspekteurs der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte) waren 600 Marineoffiziere und Gäste nach Linstow gekommen. Vizeadmiral Brinkmann betonte in seiner Ansprache als Leittugend und Erwartung an den militärischen Führer die Klugheit im Denken, Urteilen und Handeln: „Dabei müssen wir auch aus der Vergangenheit lernen, um die Zukunft gut zu gestalten.

Anhand von neun Vorträgen wurde über Lernbeispiele, Querdenker und Vorstellungen vom Seeraum in der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine, der Bundesmarine und der heutigen Deutschen Marine diskutiert. Wie immer galt dabei die bereits 1957 vom Begründer der Tagung, Konteradmiral Rolf Johannesson, aufgestellte Regel: „Der Dienstgrad tritt bei Vortragenden und Beitragenden deutlich hinter die Qualität der Ausführungen zurück.

Einleitend beschäftigte sich Kapitän zur See Dr. Jörg Hillmann (Kommandeur des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften) mit den seestrategischen Denkschulen in deutschen Marinen. Anschließend ging es um die Vorbereitung der Kaiserlichen Marine auf einen Krieg gegen Großbritannien (Oberleutnant zur See d.R Tobias Kollakowski), um die Aufarbeitung dieses Krieges in der Reichsmarine (Oberleutnant zur See Paul-Patrick Schröder) und um Erfahrungen aus den Seeschlachten bei Tsushima 1905 im russisch-japanischen Krieg und bei den Falklandinseln 1914 (Kapitänleutnant Christian Greger).

v.l.n.r.: Vizeadmiral a. D. Frank Ropers, Flottillenadmiral Christian Bock, Vizeadmiral a. D. Hans-Joachim Stricker (Quelle: 2019 Bundeswehr / Steve Back)Größere Abbildung anzeigen

Für Querdenken und Kurswechsel standen als Beispiele die Denkschriften von Korvettenkapitän Wolfgang Wegener 1915 (Kapitänleutnant Martin Möde) und die Verkleinerung der Bundesmarine nach Ende des Kalten Krieges unter ihrem damaligen Inspekteur, Vizeadmiral Hans-Joachim Mann (Kapitänleutnant Christian Ostermann).   

Vorstellungen über den Seeraum wurden deutlich anhand seestrategischer Überlegungen beim Aufbau der Bundesmarine (Oberleutnant zur See Ronny Kaatzke), einer Betrachtung des „Concept of Maritime Operations“ der NATO im Kalten Krieg (Oberleutnant zur See Lisa Braun) und einer Vorausschau auf Seestrategie im digitalen Zeitalter (Oberleutnant zur See Nicolas van Kevelaer).

Zum Abschluss der Tagung gab der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, einen Ausblick auf 2019 als wieder sehr forderndes Jahr. Übergeordnetes Ziel sei es, die bestehenden Einsatzverpflichtungen beim internationalen Krisenmanagement mit den Erfordernissen einer Rückbesinnung auf die Landes- und Bündnisverteidigung in Einklang zu bringen. Vizeadmiral Krause kündigte an, auch 2019 unter dem Twitter-Account „Chief DEU Navy“ über Aktuelles aus der Marine zu berichten. Die Ansprache des Inspekteurs finden Sie zum Download auf dieser Seite.

Impressionen von den Vorträgen


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Stand vom: 15.01.2019 | Autor: 


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