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DO 228 LM 1

Techniker warten die ÖL-DO für ihren nächsten Einsatzflug

Techniker warten die ÖL-DO für ihren nächsten Einsatzflug (Quelle: © Bundeswehr / Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Die DO 228-212 LM (Luftüberwachung Meeresverschmutzungen) besitzt als Schulterdecker einen rechteckigem Rumpf und ein Einziehfahrwerk, jedoch keine Druckkabine. Weiterhin hat sie zwei Triebwerke der Firma Garrett mit je 776 PS.

Sonstige Technische Daten
Länge 16,56 m
Spannweite 16,97 m
Höhe 4,86 m
Reichweite ca. 1000 NM (=1900 km)
MTOW (Maximales Abfluggewicht) 6.600 kg
Flughöhen operativ: 100 - 6000 feet, max. 15000 feet
Flugdauer max. 6 Std
Besatzung 2 Piloten, 1 Operator (optional 2 Beobachter)

Bis zu drei Mal täglich sind die zwei Flugzeuge in der Luft auf der Suche nach Umweltsündern. Sie sind bei Tag und bei Nacht im Einsatz, sogar am Wochenende. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn technische Inspektion fällig sind.

Regelmäßig werden die Maschinen gewartet. Techniker, Mechaniker und Elektroniker arbeiten im Zwei-Schicht-System, damit die volle Einsatzfähigkeit erhalten bleibt. Von den 14 Personen in diesem Bereich ist Stabsbootsmann Bretschneider der einzige Soldat. Er koordiniert den Einsatz des zivilen Personals und unterstützt diese bei der Ausführung ihrer Aufgaben. Regelmäßige Inspektionen, Kontrollen und Umbauten werden in nur kurzer Zeit erledigt. Der Austausch eines Propellers dauert in der Regel nicht länger als eine Nacht. Was in diesem Bereich geleistet wird, liegt weit über dem Durchschnitt und wird von der fliegenden Crew sehr geschätzt.

Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit werden jedes Jahr verschiedene spezielle Flugvorhaben durchgeführt. Dazu gehören die Tour d’Horizon-Flüge, CEPCO-Flüge, Joint-Flights, NOFO-Exercises und Intercomparison-Exercises. Diese Flüge dienen unter anderem zur Verbesserung der Überwachungsergebnisse durch Erfahrungsaustausch der einzelnen Besatzungen bzw. zum lückenlosen Überwachen eines speziellen Seegebietes.

Tour d’Horizon-Flüge (TdH) erfassen fast alle Öl- und Gasbohrinseln in der Nordsee von 52°N bis 62°N, zwischen Großbritannien und Norwegen. Diese Flüge werden von April bis Oktober monatlich von unterschiedlichen Nationen durchgeführt und dauern jeweils zwischen drei und fünf Tagen.

CEPCO-Flüge (Coordinated Extended Pollution Control Operation) finden sowohl in der Nord- als auch in der Ostsee von unterschiedlichen Flugplätzen aus statt (derzeit zweimal im Jahr). Dabei fliegen vier Nationen mit eigenem Überwachungsflugzeug abwechselnd in 24 Stunden ein spezielles Seegebiet ab. Damit wird eine lückenlose Überwachung des betroffenen Seegebietes und bei Entdeckung von Ölverschmutzungen deren kontinuierliche Verfolgung (z.B. Driftrichtung, Ausdehnung) gewährleistet.

Joint-Flights werden mehrmals im Jahr im Nord- und im Ostseebereich durchgeführt. Diese Flüge finden alle zum gleichen Zeitpunkt statt. Jede Nation fliegt ihr eiegnes Überwachungsgebiet ab. Die dadurch erzielte „Momentaufnahme“ der Nord- und Ostsee gibt ein gutes Bild über den Zustand des jeweilig überwachten Seegebietes. Dabei wird in der Nordsee ein Gebiet von 95.000 km² und in der Ostsee ein Gebiet von 18.000 km² überwacht.

NOFO –(Norwegian Offshore Oil Operators Cooperative) und Intercomparison – Exercises sollen die Einschätzung von Ölverschmutzungen und die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Öl durch Schiffe und/oder Flugzeuge verbessern und dem Erfahrungsaustausch der Besatzungen der beteiligten Nationen dienen.

Man trägt dazu bei, dass weniger Leute Öl im Meer ablassen, so Moltzen über die Auswirkungen seiner Arbeit.

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Stand vom: 23.06.16 | Autor: 


https://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.waffenun.flugzeug.dornierd.do228