Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Waffen und Systeme > Luftfahrzeuge > Dornier DO 228 > Das Vorsorgekonzept 

Das Vorsorgekonzept

Ein wichtiger Bestandteil des deutschen Vorsorgekonzepts gegen Meeresverschmutzungen ist die Luftüberwachung. Sie wurde Anfang 1986 mit zwei Flugzeugen aufgenommen, deren Sensoren Ölverschmutzungen unabhängig von der optischen Sicht erkennen konnten.

Dornier DO 228 mit neuer Lackierung.

Ölaufklärungs Dornier DO 228 mit neuer Lackierung (Quelle: © Bundeswehr / Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Seit 1991 wird ein neues verbessertes System aufgebaut. Es besteht aus zwei Flugzeugen des Typs DO 228, die vom Bundesministerium für Verkehr beschafft wurden und vom Marinefliegergeschwader 3 in Nordholz betrieben werden. Verschiedene neuentwickelte Sensoren ermöglichen die Erkennung weiterer Schadstoffe, beispielsweise auch Chemikalien, sowie deren Analyse nach Art und Ausmaß.

Für die Fernerkundungsaufgabe sind Sensoren ausgewählt, die sich unterschiedliche physikalische Effekte zu Nutze machen. Die Kombination aus diesen Geräten wird zu einem Messsystem, welches den wichtigen Anforderungen hinsichtlich Reichweite sowie der Tageslicht- und Witterungsunabhängigkeit genügt. Ihre Auswahl orientiert sich an folgenden Teilaufgaben:

  • Überwachung der Meeresoberfläche über große Entfernungen hinweg mit einem Weitbereichssensor (Radar) zur Registrierung von Strukturen, die auf die Anwesenheit einer Ölverschmutzung hindeuten können,
  • anschließende Analyse des Umfanges und der Art einer Verschmutzung mit Nahbereichssensoren (IR/UV-Linescanner, Mikrowellenradiometer, Laserfluorosensor), die zum Beispiel auch eine Vermessung der Dickenverteilung des Ölfilms innerhalb des betroffenen Gebietes sowie eine Schadstoffklassifizierung ermöglichen sowie
  • Beweissicherung zur Identifizierung des Verursachers anhand verschiedener Kamerasysteme

Des Weiteren leisteten die zwei Flugzeuge des Typs DO 228 LM1 und ihre Besatzungen Hilfe, beispielsweise bei Hochwassereinsätzen an Rhein (1995), Oder (1997) und Elbe (2002). Mit den Sensoren konnten kleinste Deichbrüche erkannt und diese dadurch bevorzugt verstärkt werden.

nach oben


Fußzeile

nach oben

Stand vom: 23.06.16 | Autor: 


https://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.waffenun.flugzeug.dornierd.vorsorgekonzept